Diakonie sucht für das kommende Jahr wieder Unterstützung im Bundesfreiwilligendienst Gute Schule für Ausbildung und Beruf

Steinhagen  (WB/mat). Eigentlich hatten die »Bufdis« der Diakoniestation während ihrer Schulzeit nie vor, in der Pflege zu arbeiten. Und obwohl sie nach ihrem Bundesfreiwilligendienst die unterschiedlichsten Berufsrichtungen anstreben, sind sie sich einig: Von ihren Erfahrungen bei der Diakonie werden sie immer profitieren können.

Philipp Zacher, Nina Twistel und Magnus Kieseleit sowie die Leiterin der Diakoniestation, Cornelia Woge, (v.l.) sehen im Bundesfreiwilligendienst eine große Chance für junge Leute.
Philipp Zacher, Nina Twistel und Magnus Kieseleit sowie die Leiterin der Diakoniestation, Cornelia Woge, (v.l.) sehen im Bundesfreiwilligendienst eine große Chance für junge Leute. Foto: Mattana

»Man lernt, Verantwortung zu übernehmen und im Team zu arbeiten«, sagt Nina Twistel. Die 19-Jährige ist derzeit gemeinsam mit Magnus Kieseleit in der Diakoniestation tätig, während Philipp Zacher und Pascal Kanne die achtköpfige Wohngemeinschaft betreuen. »Die ›Bufdis‹ können bei uns beide Bereiche kennenlernen«, sagt Cornelia Woge, Leiterin der Diakonie Steinhagen.

Sie freut sich über das Engagement der jungen Leute und kann sich den Arbeitsalltag ohne sie kaum noch vorstellen. Denn sie gehen nicht nur mit den Bewohnern einkaufen, sondern übernehmen auch Aufgaben im ambulanten Dienst oder sorgen für einen geregelten Tagesablauf der Senioren.

Selbstbewusster und strukturierter werden

»In der Wohngemeinschaft mache ich Frühstück, räume die Spülmaschine aus oder spiele mit den Bewohnern. Das ist, als würde man zu Hause den Haushalt führen«, sagt Philipp Zacher. Doch obwohl die Abläufe in der WG für ihn mittlerweile zur Routine geworden sind, musste er sich anfangs an den Umgang mit Demenzkranken gewöhnen: »Ich habe mich erst schwer damit getan, die Leute zu waschen oder ihnen beim Anziehen zu helfen. Damit habe ich mittlerweile gar keine Probleme mehr.«

Und genau diese Entwicklung ist es, die Cornelia Woge bei ihren »Bufdis« besonders freut. Denn bei ihrer Arbeit sollen sie nicht nur selbstbewusster, sondern auch strukturierter werden. »Das ist eine gute Schule für die Ausbildung, denn man lernt auch, die eigenen Grenzen zu erkennen«, sagt Cornelia Woge, die auch im kommenden Ausbildungsjahr wieder vier »Bufdis« aufnehmen möchte.

Wichtig ist ihr dabei, dass die Bewerber zuverlässig und offen für Neues sind. Vorkenntnisse im Bereich der Pflege sind nicht notwendig. Alle Interessierten können sich in der Diakonie telefonisch bei Cornelia Woge unter 05204/80426 melden.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.