Steinhagener Schüler spielen die Hauptrolle: Dienstagabend läuft auf Vox »Der Vertretungslehrer« Bei Klitschko viel gelernt fürs Leben

Steinhagen  (WB/anb). Wer ihr prominenter Vertretungslehrer sein würde, das wussten die Steinhagener Schüler nicht. »Er wird euch umhauen«, das war der einzige Hinweis, den die 18 Gymnasiasten vorab bekommen hatten. »Ich habe die ganze Zeit gerätselt, ob man das wörtlich nehmen kann und hatte gerade an Klitschko gedacht. Da ging die Tür auf, und er stand wirklich da. Das war schon merkwürdig«, berichtet Elftklässler Maxi.

Saßen in Klitschkos Vertretungsstunde in der ersten Reihe und freuen sich auf die Sendung am Dienstagabend: Maxi (links) und Luca.
Saßen in Klitschkos Vertretungsstunde in der ersten Reihe und freuen sich auf die Sendung am Dienstagabend: Maxi (links) und Luca. Foto: Bluhm-Weinhold

Beeindruckt von Box-Star Wladimir Klitschko waren sie alle: »Die Zeit, die wir mit ihm hatten, war klasse. Er ist total sympathisch und war auf einer Ebene mit uns«, sagt Maxi. Mehr dürfen er und sein Freund Luca aber auch nicht verraten – es gelten strenge vertragliche Regelungen zur Verschwiegenheit.

Schließlich soll die Spannung auf die heutige Vox-Doku »Der Vertretungslehrer« erhalten bleiben. Um 22.15 Uhr an diesem Dienstag zeigt der Privatsender, wie berichtet, was der Ex-Weltmeister mit Doktortitel den Steinhagener Elft- und Zwölftklässlern beigebracht hat: nicht Mathe oder Erdkunde, vielmehr ging es darum, wie man Herausforderungen meistert. Das ist zunächst eine Pilotfolge.

Erst Skepsis, dann positive Überraschung

Die Schule hat sich, wie die Schulleiter Josef Scheele-von Alven und Stefan Binder schildern, nicht um die Sendung beworben: »Die Produktionsfirma Norddeich TV hatte sich vorher im Internet über infrage kommende Schulen informiert«, schildert Josef Scheele-von Alven. Ganz unbeleckt ist das SteinGy ja nicht: Das ZDF hat hier schon den Klimapreis verliehen und Kika-Star Ben mit Schülern Trends gecheckt. Und nun der Privatsender Vox? »Wir waren erst skeptisch. Aber wir haben schnell gemerkt, dass die Produktionsfirma sehr verantwortungsbewusst mit den Schülern umgeht«, so Scheele-von Alven.

Das zeigte sich vor allem bei den Castings im Oktober. Das TV-Team habe sich intensiv mit den Schülern beschäftigt, auch darauf geachtet, wer sich von der Reife her eignet. Dass Klitschko kommen würde als prominenter Vertretungslehrer, wusste niemand am Gymnasium – sogar auf dem Weg vom Auto in die Klasse sei er noch abgeschirmt worden, so dass die Schüler tatsächlich völlig verblüfft waren. Und die beiden Schulleiter sind mit Wladimir Klitschko als »Kollegen« auch völlig einverstanden: »Ich hätte hier nicht jeden haben wollen. Aber Klitschko ist eine interessante Persönlichkeit und hat den Schülern auch etwas zu sagen«, so Scheele-von Alven.

Klitschkos Lehrinhalte bereichern die der Schule

Zwei Samstage lang ist nach den Herbstferien in und an der Schule gedreht worden. »Fernsehen ist sehr aufwändig«, so der Schulleiter. Schon die Einblicke in eine TV-Produktion waren somit für die Jugendlichen spannend. Und erst recht der Inhalt ihrer Lehrstunde mit dem Profiboxer. Es ging um Themen wie die eigene Stärke entdecken, Vertrauen in sich selbst entwickeln, die Herausforderungen der Zukunft meistern. »Das sind Themen, die wir etwa in der Berufsvorbereitung ansprechen. Aber natürlich viel akademischer. Insofern hatte das eine gute pädagogische Dimension«, so Scheele-von Alven.

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