Musikmarathon: Mehr als 600 Euro Spendenerlös für Multiple-Sklerose-Gesellschaft Kinder spielen für Kinder

Steinhagen  (WB/anb). Mehr als vier Stunden lang haben 80 Solisten, Chöre und Gruppen ihre etwa 200 Zuhörer beim Musikmarathon mit einem großen Spektrum an Liedern unterhalten – vier Wochen nach dem Ereignis freut sich nun Sonja Mursch von der »Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft« in besonderer Weise über diese Spielfreude. Denn die bringt dem Verband eine ordentliche Spende ein.

Musikschulleiterin Olga Teske (rechts) übergibt die Spenden aus dem Musik-Marathon an Sonja Mursch von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft.
Musikschulleiterin Olga Teske (rechts) übergibt die Spenden aus dem Musik-Marathon an Sonja Mursch von der Deutschen Multiple Sklerose Gesellschaft. Foto: Bluhm-Weinhold

Olga Teske, die die Mammutveranstaltung mit einigen Mitstreitern organisiert hatte, überreichte der Diakonin und Dipl.-Sozialpädagogin einen Scheck über 622 Euro. Die Summe soll, wie Sonja Mursch sagte, komplett für Kinder und Jugendliche eingesetzt werden. »Gerade für Familien und die Kinder ist MS ein besonderer Kampf, weil die Krankheit so unberechenbar ist«, sagte sie. Multiple Sklerose ist eine entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems, die das Gehirn und Rückenmark befällt und sich in ganz unterschiedlichen Formen äußert.

Auch der Förderverein der Musikschule profitiert

»Wir haben mehr als 900 Euro eingenommen. 300 Euro waren von vornherein als finanzielle Grundlage für unseren gerade gegründeten Förderverein bestimmt, der Rest für die ›Multiple Sklerose Gesellschaft‹«, sagte Olga Teske, die selbst an MS erkrankt ist und bei einer Reha in diesem Jahr festgestellt hat, wie viele Kinder und Jugendliche betroffen sind. »Deshalb war es uns wichtig, dass wir eine Aktion von Kindern für Kinder machen. Das schult auch das Verständnis der Kinder, sich für andere einzusetzen.«

Zahlreiche Eltern hatten Kuchen gebacken. Zudem war die Spendenbereitschaft der Bäckereien und ortsansässigen Lebensmittel- und Getränkemärkte gut. Auch das wirkte sich positiv auf den Spendenerlös aus.

Sonja Mursch war selbst bei der Veranstaltung in der Landeskirchlichen Gemeinschaft dabei – nicht nur, um zuzuhören, sondern auch, um zu informieren. Noch immer sei der breiten Masse wenig über die Krankheit bekannt, die tausend Gesichter annehmen könne. »Es gibt auch viele Vorurteile. Es ist zum Beispiel nicht richtig, dass MS zwangsläufig ein Leben im Rollstuhl zur Folge haben muss«, so Mursch. Sie baut derzeit in Ostwestfalen-Lippe eine Präsenz des in Düsseldorf ansässigen Landesverbandes auf.

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