Besinnlicher Nachmittag im Apostolischen Archiv Das Harmonium spielt dazu

Steinhagen-Brockhagen (WB/el). Gemeinschaftsgefühl statt Hektik erfuhren jetzt mehr als 30 Besucher im Archiv des Netzwerks neuapostolische Geschichte. Sie stimmten in besinnlicher Runde Adventslieder an, die nicht zum üblichen Kanon gehörten und hörten dazu Geschichten und Gedichte.

Biblische Texte, Gedichte und einen wunderbaren Sopran hat Rebecca Eberle zum fünften Adventssingen beigetragen, während ihr Ehemann und Vorsitzender des Archivs Mathias Eberle alle Lieder auf dem Beyer-Harmonium begleitete.
Biblische Texte, Gedichte und einen wunderbaren Sopran hat Rebecca Eberle zum fünften Adventssingen beigetragen, während ihr Ehemann und Vorsitzender des Archivs Mathias Eberle alle Lieder auf dem Beyer-Harmonium begleitete.

»Ich möchte mich schon jetzt entschuldigen, wenn wir womöglich keines ihrer Lieblingslieder spielen werden«, sagte der Vorsitzende des neuapostolischen Geschichtsarchivs Mathias Eberle zur Begrüßung. Er hatte nämlich ein in diesem Jahr neu aufgelegtes Gesangbuch mit historischen apostolischen Liedern zur Grundlage des mittlerweile fünften Adventssingens gemacht. Daher gesellten sich zu bekannteren Werken wie »Macht hoch die Tür« und »Tochter Zion« auch Stücke, deren Melodie Mathias Eberle den Anwesenden erst nahe bringen musste. Dazu gehörte »Kommst Du, Licht der Heiden«, »Wenn der Heiland als König erscheint« und »Welchen Jubel, welche Freude«.

Harmonium entfaltet weichen Klang

Für die Begleitung hatte Mathias Eberle für diesen von ruhiger Besinnlichkeit geprägten Nachmittag das Harmonium ausgesucht, das dem Archiv im Jahr 2012 aus privater Hand überlassen wurde. Weil die Firma Beyer, die das Instrument in den 1930er Jahren hergestellt hatte, immer noch in Bielefeld ansässig ist, konnte es schon ein Jahr darauf generalüberholt werden und überzeugte seitdem mit weichem, rundem Klang.

Dieser ließ den Sopran von Rebecca Eberle besonders strahlen, als sie mit »O Holy Night« den Gästen zur Mitte der musikalischen Stunde neue Motivation zum Selbersingen gab. Momente zum Luftholen hatten die Besucher hingegen bei den verschiedenen Lesungen. Mathias Eberle zitierte dabei die Bibel, seine Ehefrau Rebecca trug auch Heinz Erhardt vor und die anonyme Geschichte eines kleinen Hirten, der sich aus der Weihnachtskrippe einen Strohhalm mitnimmt. Er soll ihn immer wieder daran erinnern, dass Gott auch das Kleine und Unbedeutende wichtig ist.

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