Positives Fazit nach dem ersten Teil von »Jung trifft Alt« in Steinhagen – im Januar geht’s weiter Sie mögen sich, sie helfen sich

Steinhagen (WB). Die vielfältigen Möglichkeiten eines Smartphones sorgen auf der einen Seite für Staunen, manch grandiose Backkünste auf der anderen Seite: »Jung trifft Alt« ist binnen weniger Wochen zu einem Renner geworden. Steinhagener Schüler und Senioren möchten sich auch nach dem Pilotprojekt weiter treffen.

Von Volker Hagemann

Alle Beteiligten ziehen jetzt zum Ausklang der ersten Projektphase ein positives Resümee. Man lernt nie aus: Das trifft hier einmal mehr zu, unabhängig vom Alter. Zum Auftakt der seit Sommer laufenden Reihe »Jung trifft Alt« haben Schüler der achten und neunten Klassen des Steinhagener Gymnasiums Senioren die Möglichkeiten von Smartphones erklärt. Wort- und Sprachnachrichten zu verschicken, Fotos auszutauschen oder sich Rat im Internet zu suchen, das hilft schließlich auch älteren Menschen.

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Jugendliche und ältere Menschen sollen Kontakte knüpfen, sich genauer kennenlernen, Hemmschwellen abbauen.

Regina Fleer-Meyer und Bianca Kersting vom Steinhagener Generationenbüro

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Den Initiatoren aus den Reihen der Gemeinde, des Gymnasiums und des Matthias-Claudius-Hauses (MCH) ist neben der praktischen Hilfe vor allem eines wichtig: »Jugendliche und ältere Menschen sollen Kontakte knüpfen, sich genauer kennenlernen, Hemmschwellen abbauen«, wünschen sich Regina Fleer-Meyer und Bianca Kersting (beide vom Generationenbüro der Gemeinde). Das funktionierte auf Anhieb: »Das Teilprojekt ›Schüler erklären Senioren das Smartphone‹ kam super an. Alle möchten, dass es weitergeht!«, berichtet »Treffpunkt«-Leiterin Erika Brodt.

Fünfmal trafen sich die Schüler und die »älteren Semester« bisher, unter anderem auch in einer Kreativgruppe. Dabei gaben wiederum die Senioren einiges an Wissen und Erfahrung weiter: etwa Tipps und Tricks beim Plätzchenbacken.

Nicht jeder Schüler hat noch seine eigenen Großeltern

»Es gab kaum Hemmschwellen, es haben sich tolle Kontakte entwickelt«, freut sich MCH-Leiterin Sabine Weitzel. Einer der Gründe: »Nicht jeder Schüler hat noch Großeltern, nicht immer wohnen sie in der Nähe«, weiß Lehrerin Stefanie Rittershaus, die »Jung trifft Alt« begleitet. Das ist etwa bei Lisa Lifke so. »Meine Großeltern leben in Rußland. Die sehe ich äußerst selten«, berichtet sie. »Die Treffen mit den Senioren hier waren klasse, man lag schnell auf einer Wellenlänge.« Das bestätigt Gisela Töpken: »Es war richtig schön, mal mit jungen Leuten zusammenzusitzen. Das Backen hat Riesenspaß gemacht!«

Demenz-Parcours und Fotoausstellung geplant

»Jung trifft Alt« wird fortgesetzt. Für Donnerstag, 25. Januar, ist im MCH ein Demenz-Parcours geplant, bei dem die Jugendlichen Einblicke ins Thema Demenz erhalten sollen. Im Laufe des Jahres soll zudem eine Ausstellung mit Bildern der Fotogruppe des Gymnasiums gezeigt werden, die das Projekt begleitet hat. Ideen für weitere Projekte sind willkommen, auch interessierte Senioren können sich melden. Ansprechpartnerin ist Bianca Kersting im Rathaus, 0 52 04/997-209, E-Mail: bianca.kersting@steinhagen.de.

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