Brockhagener Kirche: Sanierung beendet – Sonntag Wiedereröffnung Hell und warm

Steinhagen-Brockhagen  (WB). Das Bauprogramm war gewaltig. Der achtmonatige Marathon in der Brockhagener St. Georgskirche ist erfolgreich und mit beeindruckendem Schlussspurt durchs Ziel gegangen – vor allem: im Zeit- und Kostenrahmen. »Ich freue mich über alle Maßen«, sagte Pfarrer Dr. André Heinrich.

Von Annemarie Bluhm-Weinhold
Blick von der Empore in den neu gestalteten Kirchenraum mit hellen Fliesen, tiefer gesetzten Bänken und aufgearbeitetem Altar: Und sie haben sich wie viele andere beim Umbau eingebracht – (v.l.) Künstlerin Eva Volkhardt, Kirchmeister Christian Große-Butenuth, Kurator Oliver Stümann, Kantor Thomas Kuhn, die Presbyter Hermann Speckmann und Elke Schierenbeck-Herbold, Bauausschussvorsitzender Fritz Schebaum, Presbyter Gerhard Zimmermann, Architekt Stefan Terbrack und Pfarrer André Heinrich.
Blick von der Empore in den neu gestalteten Kirchenraum mit hellen Fliesen, tiefer gesetzten Bänken und aufgearbeitetem Altar: Und sie haben sich wie viele andere beim Umbau eingebracht – (v.l.) Künstlerin Eva Volkhardt, Kirchmeister Christian Große-Butenuth, Kurator Oliver Stümann, Kantor Thomas Kuhn, die Presbyter Hermann Speckmann und Elke Schierenbeck-Herbold, Bauausschussvorsitzender Fritz Schebaum, Presbyter Gerhard Zimmermann, Architekt Stefan Terbrack und Pfarrer André Heinrich. Foto: Bluhm-Weinhold

Bevor am Sonntag, 17. Dezember, die Kirche mit der Adventsmusik der Chöre (Beginn: 20 Uhr) wieder der Gemeinde zur Verfügung steht, ergriff er die Gelegenheit, Spendern, Handwerkern, Ehrenamtlichen aus dem Presbyterium und der Gemeinde sowie dem Architekten Stefan Terbrack Dank zu sagen: »Ihr wart eine unglaublich Hilfe, so dass ich nicht so viele schlaflose Nächte hatte.« Und alle Fäden liefen bei Fritz Schebaum, dem Vorsitzenden des Bauausschusses, zusammen.

Blick schweifen lassen durch die »neue« Kirche

Etwa 40 Gäste genossen bei diesem Dankeschön-Abend Musik von der ebenfalls frisch renovierten Orgel. Bei Sekt und Häppchen ließen sie den Blick durch die »neue« Kirche schweifen.

Sie ist hell geworden. Und warm – zu spüren in einer guten Atmosphäre, zu der die dank der neuen Heizung angenehmen Temperaturen ebenso beitragen wie das neue Lichtsystem. Altar und Kanzel strahlen in frischen Farben – ohne Schimmelflecken. Die neuen Glastüren des Windfangs bilden Verse des Matthäus-Evangeliums ab. Im Turm soll künftig eine Wandplatte mit dem Hl. Georg zu sehen sein: eine Spende von Alfred Knörich, Mitglied der katholischen St. Hedwigsgemeinde – die Brockhagener Kirchensanierung ist ein ökumenisches Projekt. Davon zeugt auch das Plattdeutsche Gesangbuch, dessen Erlös der Sanierung zugute kam: Es ist in Kooperation mit dem Apostolischen Archiv entstanden.

Erstmals erklingt die Orgel wieder

Erstmals spielt Thomas Kuhn an diesem Abend die von Schimmel befreite und überarbeitete Orgel: »Ein schönes Gefühl, sie wieder zu hören. Obwohl einige Pfeifen noch nicht ganz stehen.« Aber die Orgelbauer sind auch noch an der Feinjustierung.

Pfarrer André Heinrich machte keinen Hehl daraus, dass er zwischenzeitlich arge Befürchtungen hatte, ob man den sportlichen Zeitplan von acht Monaten würde einhalten können. Doch dann war sogar Zeit, Reformator Martin Luther zu würdigen mit einem einzigartigen Kunstprojekt. Kurator Oliver Stümann und Künstlerin Eva Volkhardt waren ebenfalls da. Stümann erinnerte daran, dass es die Reformation gewesen sei, die den Künsten die Freiheit geschenkt hat.

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