Gemeindeförderung ist nicht alles: Spvg. Steinhagen geht nun auf Sponsoren zu Wer bezahlt die neue Halle?

Steinhagen (WB). Nach dem eindeutigen Votum des Schul- und Sportausschusses für den Bau einer neuen Dreifachsporthalle am Cronsbach unter Regie der Spvg. Steinhagen , gefördert von der Gemeinde, beginnt für den Verein nun die nächste Planungsphase.

Von Annemarie Bluhm-Weinhold
So wie in dieser Animation könnte die zukünftige Sporthalle aussehen: zweigeschossiges Gebäude mit einer halb in die Erde versenkten Dreifachsporthalle, die doppelt so groß ist wie bisher, sowie zahlreichen Funktions-, Fitness- und Sozialräumen sowie einer Sportsbar.
So wie in dieser Animation könnte die zukünftige Sporthalle aussehen: zweigeschossiges Gebäude mit einer halb in die Erde versenkten Dreifachsporthalle, die doppelt so groß ist wie bisher, sowie zahlreichen Funktions-, Fitness- und Sozialräumen sowie einer Sportsbar. Foto: »Die Bauwerkstadt«

Einstimmig hatte der Ausschuss entschieden, dass die alte Halle abgerissen werden soll, die Sportvereinigung – und nicht die Gemeinde – als Bauherr auftritt und die Gemeinde drei Millionen Euro an gedeckeltem Zuschuss, verteilt auf drei Jahre, zahlt. Spvg. und Gemeinde schließen einen Pachtvertrag über 30 Jahre und erarbeiten ein Betriebs- und Wartungskonzept. Die Sporthalle steht dem Vereins- und dem Schulsport zur Verfügung.

Investitionsplanung steht nun an

Und obwohl über die Fördersumme abschließend der Gemeinderat am 13. Dezember zu beschließen hat, so hat Spvg.-Vorsitzender Andreas Wessels nach der einstimmigen Ausschussentscheidung schon das weitere Vorgehen im Kopf: »Es ist ein großer Vertrauensvorschuss. Nun sind wir in der Pflicht, das verantwortungsvoll umzusetzen.« Als erstes steht die Investitionsplanung an.

Dazu werden Sponsoren angesprochen, mit denen man zum Teil schon Vorgespräche geführt hat. Ein Hauptbestandteil der Finanzierung ist die Vergabe der Namensrechte an der Halle. Bei drei, vier Firmen hatte die Spvg. bereits vorgefühlt. Vor allem muss nach Auskunft Wessels’ mit den Banken ausgelotet werden, welche Förder- und Bürgschaftsmodelle es etwa über die NRW-Bank gebe. »Dazu müssen wir einige Kriterien- und Finanzpläne vorlegen. Beratung und Bewilligung dauern bestimmt fünf bis sechs Monate.«

Verein benötigt Liquiditätskredite

Die Sportvereinigung braucht laut Wessels Liquiditätskredite. »Wir wollen nicht, dass die Sponsoren ihre ganze Förderung auf einmal zahlen, sondern dass über Sponsorenbeiträge der Kapitaldienst bedient wird«, erläutert er.

Die bauliche Planung bleibt wie angedacht: ein zweigeschossiger Neubau, die Dreifachsporthalle leicht in der Erde versenkt, dazu Funktions-, Fitness- und Sozialräume sowie eine Sportsbar, viel Glas in der Fassade und Sichtachsen zum Cronsbachstadion – ein Vereinszentrum. Andreas Wessels: »Davon wollen wir nicht abweichen, das ist von den Mitgliedern so beschlossen. Und wir versprechen uns mit dieser Planung viel Rückenwind für den Verein.« Kosten: 4 bis 4,5 Millionen Euro. Unklar ist bisher noch die Kernsanierung der Umkleiden im Cronsbachstadion. »Wir sind flexibel genug, sie in unsere Planung zu integrieren«, so der Vorsitzende.

Nach den Sommerferien 2018 soll mit dem Bau begonnen werden

Parallel zur Finanz- kommt die Bauplanung, die Abstimmung mit den technischen Büros. Oliver Erdmann (»Die Bauwerkstadt«), Berater und Motor der Vorplanung, wird wohl dabei bleiben. »Wir brauchen nicht nur jemanden, der eine Sporthalle bauen kann, sondern der Tag für Tag selbst Sport macht und aus dieser Erfahrung schöpft«, so Wessels. Das spare letztlich – siehe Kunstrasen – Kosten.

Der zeitliche Rahmen: 2018 soll begonnen werden, voraussichtlich nach den Sommerferien. Denn bis dahin steht die Saisonplanung der Mannschaften schon.

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