Beschwerden über Autofahrer auf der Amshausener Straße – A 33 als Hoffnung Diskussion über Raser und Kissen

Steinhagen-Amshausen (mat). Dass das Problem der Raser auf der Amshausener Straße mit der Installation eines zweiten »Berliner Kissens« noch längst nicht gelöst ist, zeigte die Sitzung der Amshausen-Fans. Denn die etwa 50 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit, um ausgiebig über das hohe Verkehrsaufkommen und teils rücksichtlose Autofahrer zu diskutieren.

Von Sara Mattana
Bürgermeister Klaus Besser, Dieter Strakeljahn und Udo Bolte (von links) diskutieren bei der Sitzung der Amshausen-Fans vor allem über Verkehrsfragen.
Bürgermeister Klaus Besser, Dieter Strakeljahn und Udo Bolte (von links) diskutieren bei der Sitzung der Amshausen-Fans vor allem über Verkehrsfragen. Foto: Sara Mattana

»Dieses Treffen war ein Paradebeispiel dafür, wie man sich als Bürger einbringen kann«, sagt Bürgermeister Klaus Besser, der sich über die rege Beteiligung freute. Dennoch kamen die Anwohner kaum auf einen gemeinsamen Nenner – sei es durch die Kritik am »Berliner Kissen« oder den umstrittenen Vorschlag einer neuen Umgehungsstraße. So setzte sich der Heimatverein gemeinsam mit einigen Mitgliedern des kürzlich gegründeten »Aktionsbündnis Amshausener Straße« dafür ein, die Straße Roggenkamp über den Feldweg an die Bahnhofstraße anzuschließen. Auf diese Weise sollen weniger Fahrzeuge die Amshausener Straße als Verbindung zum Ortskern nutzen. »Eine solche Umgehung wird kein Votum der Amshausen-Fans bekommen. Trotzdem möchten wir bei unseren Treffen jeden zu Wort kommen lassen und sprechen über Vorschläge wie diesen«, sagt Udo Bolte, der die Diskussion moderierte. Dennoch werden sich Bauausschuss und Rat im Frühjahr mit einer möglichen Roggenkamp-Erschließung beschäftigen.

Entspannt sich die Lage nach der A33-Freigabe?

»Ich bin mir aber sicher, dass sich die Situation nach der Freigabe des ersten A33-Teilstücks entspannen wird. Die Verkehrsströme werden sich dann fundamental verändern«, sagt Bürgermeister Klaus Besser, der sich bis dahin vermehrte Geschwindigkeitskontrollen zu den Stoßzeiten an der Amshausener Straße vorstellen kann. Auch der Einsatz der »Berliner Kissen« soll in den kommenden Monaten überprüft werden. Da sich die direkten Anwohner über eine erhöhte Lärmbelastung durch abbremsende und beschleunigende Autos beklagt haben, sollen diese Kritikpunkte demnächst im Ordnungs- und Umweltausschuss thematisiert werden. Abgebaut wird die Bodenschwelle deshalb zunächst aber nicht.

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