Laukshof: Gemeinde investiert 650 000 Euro für Sanierung Der Schule aufs Dach gestiegen

Steinhagen (WB). Die Dachdecker machen jetzt richtig Meter. Auf dem Dach des Hauptgebäudes der Grundschule Laukshof werden derzeit die neuen Bitumenbahnen verlegt. Die Bauarbeiten in diesem Sommer sind der zweite Teil einer großangelegten Sanierung.

Von Annemarie Bluhm-Weinhold
Dachdecker David Schneider (links) und Gebäudemanager Sebastian Klopfer vor der Abraum-Mulde: 1745 Quadratmeter Dach waren zunächst von den Pfannen zu befreien, bevor die Handwerker nun die Bitumenbahnen aufbringen können.
Dachdecker David Schneider (links) und Gebäudemanager Sebastian Klopfer vor der Abraum-Mulde: 1745 Quadratmeter Dach waren zunächst von den Pfannen zu befreien, bevor die Handwerker nun die Bitumenbahnen aufbringen können. Foto: Bluhm-Weinhold

In zwei Wochen wollen David Schneider und seine Mitarbeiter fertig sein. Denn dann muss die Photovoltaikanlage wieder in­stalliert werden – und das wird zeitlich noch eng genug bis zum Schulbeginn.

20 Jahre ist die Grundschule Laukshof erst alt und damit viel zu jung für eine so umfassende Dacherneuerung. Normalerweise hält ein Dach mindestens doppelt so lange, wie David Schneider weiß.

Schuldach mit erheblichen Baumängeln

Doch die Schule wies erhebliche Baumängel auf, die auf eine vermutlich fehlerhafte Ausführung zurückzuführen sind: So ist die flache Dachneigung für Ziegel nicht geeignet, Wasser sammelte sich im unzulänglich abgedichteten Unterdach. Der Dachstuhl war noch nicht in Mitleidenschaft gezogen, Gebäudeschäden waren auf Dauer aber zu befürchten. Schadenersatzpflichtig konnte niemand mehr gemacht werden, also investierte die Gemeinde selbst viel Geld für die Sanierung; nämlich 650 000 Euro.

Der erste Bauabschnitt, mit 115 000 Euro veranschlagt, wurde 2016 saniert. Die Dachziegel wurden durch Bitumenbahnen ersetzt. Nun steht in diesem Jahr der zweite und größere Teil an, der etwa 535 000 Euro kosten dürfte. 1745 Quadratmeter Dachfläche sind zu erneuern. Die Dachziegel müssen abgenommen werden, die Unterkonstruktion wird ebenfalls entfernt und erneuert.

Turnhalle schon fertig

Der erste Teil des zweiten Bauabschnitts ist derweil geschafft: Das Dach der Turnhalle ist fertig. Nun sind die Arbeiter dem Hauptgebäude aufs Dach gestiegen. Eigentlich sei die Sanierung nach Auskunft von Sebastian Klopfer, Gebäudemanager der Gemeinde, keine komplizierte Sache trotz der Dachanschlüsse.

Sehr aufwändig war der Abbau der Photovoltaikmodule und ihr erneuert Aufbau – nunmehr auf einer neuen Art der Befestigung auf so genannten Kerto-Bohlen, einem sehr festen Furnierholz aus Fichte, das in die Bitumenbahnen eingebracht wird.

Bereits vor den Sommerferien haben die Arbeiten wegen der Photovoltaik-Deinstallation angefangen. Das Gerüst kam erst in den Ferien. Und Sebastian Klopfer plant dessen Abbau auch rechtzeitig zum Ferienende. »Schlimmstenfalls würde es in den ersten zwei, drei Schultagen noch sehen«, sagt er.

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