GNU lädt zur Exkursion zum Jakobsberg in Steinhagen-Amshausen ein Alles außer Leberblümchen

Steinhagen (WB/anb). Seine Leberblümchen machen den Amshausener Jakobsberg einzigartig. »Die Steinhagener kennen das Naturschutzgebiet vor allem als Leberblümchenberg«, sagt Helga Jung-Paarmann von der Steinhagener Gemeinschaft für Natur- und Umweltschutz (GNU). Dabei hat der Jakobsberg doch so viel mehr zu bieten. Und das will die GNU an diesem Freitag, 23. Juni, allen naturkundlich Interessierten bei einer Exkursion zeigen.

Lädt zum Rundgang durch das Naturschutzgebiet Jakobsberg ein: Helga Jung-Paarmann (GNU).
Lädt zum Rundgang durch das Naturschutzgebiet Jakobsberg ein: Helga Jung-Paarmann (GNU). Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Um 17 Uhr ist der Parkplatz der Gaststätte »Friedrichshöhe« Treffpunkt. Der Rundgang dauert zwei Stunden, festes Schuhwerk ist empfohlen.

Biologen von der Naturschutzbehörde begleiten den Rundgang

Bereits zum dritten Mal ist die GNU im Jakobsberg unterwegs. Diesmal liegt der Fokus auf den Feucht- und Magerweiden. Biologe Matthias Glattfeld und Annette Pagenkemper von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises leiten den Rundgang fachlich.

Zunächst geht es zur Schierenbeeke, die zusammen mit dem angrenzenden Berghang 1999 in das bestehende Naturschutzgebiet Jakobsberg aufgenommen wurde. Ein Jahr später ist der verlandete Bachlauf wiederhergestellt und das völlig überwucherte Grünland in die extensive Bewirtschaftung gegeben worden. Gelegentlich grasen Rinder am Ufer der Schierenbeeke. »Im Laufe der Jahre hat sich auf dem flachgründigen, sandigen Boden eine wertvolle Magergrünland-Vegetation mit zahlreichen charakteristischen Pflanzenarten entwickelt«, weiß Helga Jung-Paarmann.

Artenreiche Wegsäume

Dazu stehen die artenreichen Wegsäume auf dem Plänerkalkzug südwestlich der Kaistraße in Kontrast: Zittergras, Flockenblume, Skabiose und andere seltene Pflanzen wachsen dort. »Wichtig ist, dass die Steinhagener ihre Naturschutzgebiete zu schätzen wissen«, sagt Jung-Paarmann. Der Jakobsberg ist für sie ein Beispiel dafür, was Hobbyforscher leisten können: Heinz Lienenbecker, Siegfried Finke und Uwe Schlichting, der schon ausgestorben geglaubte Wildbienenarten im Jakobsberg wiederfand, nennt sie mit Blick auf die Schriftenreihe des Heimatvereins Amshausen.

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