Lockere Truppe ohne Zwänge: Männerballett der Steinhagener »Cronsbachfunken« »Moskitos« suchen Nachwuchs

Steinhagen (WB). Wo die »Flotten Moskitos« auftreten, ist allerbeste Stimmung – ohne Übertreibung – so gut wie garantiert. Doch das Männerballett des KCCF ist von Nachwuchssorgen geplagt. Neue, jüngere Mitstreiter werden händeringend gesucht.

Von Volker Hagemann
Die »Flotten Moskitos« und ihre Trainerin Lea Richter bei der Prunksitzung 2017. Diesmal haben sie den »Schwanensee« getanzt – in ihrer ganz eigenen Interpretation.
Die »Flotten Moskitos« und ihre Trainerin Lea Richter bei der Prunksitzung 2017. Diesmal haben sie den »Schwanensee« getanzt – in ihrer ganz eigenen Interpretation. Foto: Annemarie Bluhm-Weinhold

Dass die Prunksitzung des Karnevals-Clubs Cronsbach-Funken (KCCF) so gut ankommt, liegt wohl auch an den Überraschungsauftritten der »Flotten Moskitos«. Ebenso verhält es sich mit Gastauftritten wie beim Künsebecker Karneval oder anderswo – ja, auch buchen kann man die nicht mehr blutjunge, aber absolut junggebliebene fröhliche Truppe.

Derzeit sind es noch 15 Mitglieder

Doch die Crux ist: Jeder will das Männerballett in Aktion erleben, doch kaum einer ist mutig genug, sich einfach mal selbst mit auf die Bühne zu stellen. Das sei übertriebene Scheu, findet Rolf Wächter, einer der Männer der ersten Stunde in der Showtruppe. Er kann es allerdings auch ein Stück weit nachvollziehen: »Hätte man mich früher gefragt – ich hätte jedem einen Vogel gezeigt«, erinnert er sich schmunzelnd. Dennoch haben es die Herren bis heute auf etwa 15 Mitglieder gebracht.

»Angefangen haben wir aber zunächst viel, viel bescheidener«, erinnert sich Rolf Wächter. »Heidi Staude hatte einst die Idee, eine solche Gruppe auf die Beine zu stellen. Siggi Müller und Ingo Eßler parodierten 1980 das Disco-Duo ›Baccara‹ mit ihrem damaligen Hit ›Yes, Sir, I can boogie‹ auf der Bühne, und auch schottische Tänze hatten sie drauf.« Die beiden holten sich weitere Bekannte mit ins Boot, so dass man 1992 mit zehn Tänzern Tschaikowskis »Schwanensee« vor Publikum aufführen konnte.

Den Spaß an Tänzen und Choreografien haben die heute 15 Herren nach wie vor, »nur werden wir ja nicht jünger«, sagt Rolf Wächter. So sei man hocherfreut gewesen, als in jüngster Zeit Neuzugänge wie Danilo Witt hinzu stießen. »Das braucht immer erst etwas Überredungskunst, und wenn die Jungs dann dabei sind, wollen sie bei uns bleiben«, so Wächter.

Auch eigene Ideen sind immer möglich

»Niemand muss Angst haben, ständig im Rampenlicht zu stehen oder sportlich wer weiß was können zu müssen. In erster Linie steht der Spaß im Vordergrund, und die Bewegungsabläufe hat jeder schnell raus«, macht Wächter interessierten Neuzugängen Mut. »Vor allem: Wir tragen entgegen mancher Klischees nicht ständig Frauenkleider auf der Bühne!« Die Choreografie stellt Trainerin Lea Richter zusammen, so wie zuletzt »Schwanensee II«. Und natürlich könnten die Herren ihre eigenen Ideen einbringen. »Jeder tanzt so, wie er kann, wir sind ja keine Überflieger«, betont Rolf Wächter.

"

Niemand muss Angst haben, ständig im Rampenlicht zu stehen oder sportlich wer weiß was können zu müssen.

Rolf Wächter vom Männerballett

"

Überhaupt, die Proben: Jeder ist eingeladen, einfach einmal unverbindlich bei den Proben der »Flotten Moskitos« vorbeizuschauen – jeden Donnerstag ab 19.30 Uhr in der Aula des Schulzentrums. Der nächste Auftritt steht anlässlich des Heidefests an: am Sonntag, 3. September. Und warum sollte man beim Männerballett mitmachen? »Ganz einfach: Wir sind eine super Truppe! Es macht Spaß, mit allen zusammenzuarbeiten«, sagt Rolf Wächter. »Wer sich alleine nicht traut, bringt am besten gleich seine Kumpels mit!« Für weitere Informationen ist er per E-Mail erreichbar: rolf@kccf.de.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.