Tatiana Kosterina und Diavolessa erfolgreich in Hamburg Grand-Prix-Sieg beim Derby

Steinhagen(WB). Riesenerfolg für ein heimisches Team beim Deutschen Spring- und Dressur-Derby in Hamburg: Tatiana Kosterina hat auf Diavolessa, dem Pferd von Steinhagens Gymnasiums-Direktor Josef Scheele-von Alven, den Grand Prix Dressage gewonnen, und aus dem Finale bringen Pferd und Reiterin einen zweiten und dritten Platz mit.

Von Annemarie   Bluhm-Weinhold
Im Hamburger Dressurviereck: Die Russin Tatiana Kosterina, die bei heimischen Turnieren für den RFV Dornberg startet, und Diavolessa von Josef Scheele-von Alven hatten einen starken Auftritt. Viel Lob gab es für die Reiterin und die elegante Stute.
Im Hamburger Dressurviereck: Die Russin Tatiana Kosterina, die bei heimischen Turnieren für den RFV Dornberg startet, und Diavolessa von Josef Scheele-von Alven hatten einen starken Auftritt. Viel Lob gab es für die Reiterin und die elegante Stute. Foto: privat

Seit vielen Jahren züchtet der Schulleiter schon Pferde, aber keines war bisher so erfolgreich wie die neunjährige Hannoveraner Stute Diavolessa – und das zudem nun international. Mit Tatiana Kosterina habe das Pferd auch die richtige Ausbilderin, sagt Scheele-von Alven.

Legendäre Veranstaltung

Das traditionsreiche Hamburger Derby ist legendär für seinen schweren Springparcours ebenso wie für das Blaue Band, das dem Dressur-Sieger winkt. Das haben Tatiana Kosterina und Diavolessa zwar nicht errungen, aber die Reiterszene aufhorchen lassen.

Die 39-jährige Russin Tatiana Kosterina, die auf der Reitanlage Hollmann-Raabe arbeitet und dort auch Diavolessa trainiert, machte als Siegerin des Grand Prix Dressage gleich am ersten Tag auf sich aufmerksam. Mit 1807,5 Punkten/72,3 Prozent lag sie klar vor dem britischen Top-Reiter Emile Faurie auf Lollipop (1791,5 Punkte/71,6 Prozent) und der deutschen Spitzenreiterin Bianca Kasselmann auf Delatio (1768,0 Punkte/70,72 Prozent).

Derby mit Pferdewechsel ist einzigartig

»Ich wusste, dass die Stute das konnte. Bisher war sie aber noch nicht so gelassen, dass sie es in einer Turnierumgebung auch gezeigt hat. Hier in Hamburg war sie im Viereck cool. Ich bin zum Reiten gekommen wie zu Hause und hatte sie immer gut vor mir. Es war einfach toll«, schreibt Tatiana Kosterina selbst auf ihrer Homepage.

Die Prüfung qualifiziert für alles weitere: zum Grand Prix Special, zur Grand Prix Kür und zum deutschen Dressur-Derby. Die beiden erstgenannten Prüfungen ließen Tatiana Kosterina und Diavolessa aus. »Das wäre auch zu viel geworden«, so Scheele-von Alven. Erst am Sonntag zum Finale waren sie wieder am Start.

Das Hamburger Dressur-Derby ist einzigartig: Nirgends sonst müssen sich die Teilnehmer der besonderen Schwierigkeit des Pferdewechsels stellen.

Herausforderung: Kommunikation mit dem Pferd

Eine Herausforderung, der auch Spitzensportler mit Respekt begegnen: Emile Faurie, der das Derby schließlich gewann, sagte dazu in einem Interview in der Turnierzeitung: »Im Finale stehen ja ganz klar Reiter und Pferde, die grundsätzlich alles können, was der Grand Prix verlangt. Das technische ist also nicht die Herausforderung, sondern die Kommunikation zwischen dem Reiter und dem fremden Pferd.«

Tatiana Kosterina wurde Dritte hinter Faurie und Bianca Kasselmann. Diavolessa belegte in der Pferdewertung hinter Delatio Platz zwei. Fauries Stute Escada kam auf Platz drei.

Für Diavolessa findet der Derbysieger Faurie lobende Worte: »Das ist eine ganz herrliche, elegante junge Stute, und ich freue mich sehr darauf, so ein tolles Pferd reiten zu dürfen«, sagte er im Vorfeld des Finales.

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