Urkunde verdeutlicht: »Schule ohne Rassismus« – DSC Arminia ist Projektpate Realschule Steinhagen lebt die Integration

Steinhagen (WB/vh). Die Realschule Steinhagen ist bunt und vielfältig – in ihrem Schulprogramm ohnehin, vor allem aber sind es die Schüler selbst: Aus 21 Ländern stammen sie. Werte wie Toleranz und Respekt werden groß geschrieben. Das hat die Schule jetzt offiziell mit einer Urkunde bestätigt bekommen.

Über die Auszeichnung freuen sich auch (von links) die Schülervertreter Annika, Linda, Finja, Melis, Melina, Melanie und Jana sowie Sabine Heidjann (Kreis Gütersloh), Konrektor Michael Pauly, DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer und SV-Lehrer Marc Beckamp. Passend zur Urkunde haben die Realschüler das Bild mit den Flaggen ihrer Herkunftsländer gestaltet.
Über die Auszeichnung freuen sich auch (von links) die Schülervertreter Annika, Linda, Finja, Melis, Melina, Melanie und Jana sowie Sabine Heidjann (Kreis Gütersloh), Konrektor Michael Pauly, DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer und SV-Lehrer Marc Beckamp. Passend zur Urkunde haben die Realschüler das Bild mit den Flaggen ihrer Herkunftsländer gestaltet. Foto: Volker Hagemann

Sabine Heidjann vom Kommunalen Integrationszentrum des Kreises Gütersloh hat der Realschule jetzt die Ernennungsurkunde zur »Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage« überreicht.

Couragiert auftreten

Der Titel sei kein Preis, betont Konrektor Michael Pauly: »Es ist eine Selbstverpflichtung. Wir bieten keinen Platz für Ausgrenzung, sondern arbeiten an gelebter Integration.« An Schulen mit dieser Urkunde verpflichten sich Schüler, Lehrer und weitere Mitarbeiter, sich gegen jede Art diskriminierender Handlungen zu wenden, in solchen Fällen couragiert aufzutreten, außerdem regelmäßig entsprechende Projekte zu entwickeln. Dafür sammelte man Unterschriften an der Schule.

Afrikatag, Inklusion und viele weitere Beispiele

Wie gut die Umsetzung an der Steinhagener Realschule funktioniert, zeigen zahlreiche Aktionen: Michael Pauly, sein Kollege Marc Beckamp und Mitglieder aus der Schülervertretung nennen den Tag für Afrika, die Auschwitz-Fahrt und die Kooperation mit der Gedenkstätte Wewelsburg, ebenso Dinge wie Inklusion in Form der integrativen Gruppe für Kinder mit besonderem Förderbedarf.

Mit solchen guten Beispielen könne man gar nicht früh genug beginnen, sagt Sabine Heidjann: »Das deutschlandweite Projekt ›Schule ohne Rassismus‹ bietet Kindern, Jugendlichen und Lehrern die Möglichkeit, das Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten – schon in Grundschulen.« Dem Projekt gehören in Deutschland mehr als 2300 Schulen an, im Kreis Gütersloh sind es jetzt elf.

DSC-Fußballer als Projektpaten

Mit dem DSC Arminia Bielefeld hat die Realschule einen Paten gewinnen können. »Die Projekte haben unseren größten Respekt«, lobt DSC-Präsident Hans-Jürgen Laufer. »Auch Fußball verbindet Menschen unterschiedlicher Herkunft. Wir können alle voneinander lernen.« Die Schüler proben derzeit schon für das nächste dieser Projekte: Am 23. und 24. Juni führen sie Morton Rhues Roman »Die Welle« als Theaterstück auf.

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