Hotel »Graf Bernhard« in Steinhagen wird zehn Jahre alt – weitere Zimmer geplant Auf Wachstumskurs

Steinhagen (WB). Das »Graf Bernhard 1344« wollen Alexandra und Peter Krebs weiterhin nach vorne bringen. Für ihr Hotel-Restaurant, das dieses Jahr zehn Jahre alt wird, hat das Pächter-Ehepaar weitere Pläne im Hinterkopf. So soll die Zahl der Zimmer noch wachsen.

Von Volker Hagemann
Mitarbeiter der ersten Stunde sind (vorne, von links) Irmtraud Benike, Michaela Geisenhanslüke, Yvonne Petereit sowie (dahinter) Ursula Moshage, Alexandra Krebs, Elke Schierenbeck, Mario Krebs, Mathias Knörich und Peter Krebs.
Mitarbeiter der ersten Stunde sind (vorne, von links) Irmtraud Benike, Michaela Geisenhanslüke, Yvonne Petereit sowie (dahinter) Ursula Moshage, Alexandra Krebs, Elke Schierenbeck, Mario Krebs, Mathias Knörich und Peter Krebs. Foto: Volker Hagemann

»Zehn Jahre sind das schon...«, staunen Alexandra und Peter Krebs selbst, und noch genau erinnern sie sich an die Eröffnung im Frühjahr 2007. Drei Jahre zuvor hatte Unternehmer Arno General den Hof Niederwahrenbrock erworben, zum Hotel und Restaurant umgebaut und ans Ehepaar Krebs verpachtet. Und weil die Hofstelle schon 1344 urkundlich vom Ravensberger Grafen Bernhard erwähnt wurde, war der passende Name für den neuen Betrieb gefunden. »Zum Auftakt haben wir echt geschwitzt«, erzählt Alexandra Krebs: Noch während der Bauphase war am 14. März 2007 Tag der offenen Tür, am 15. Eröffnung. »Trotzdem hatten wir eine Woche zuvor die erste Feier im Saal«, erinnert sie sich lachend.

Nähe zu Firmen: Zimmer unter der Woche ausgebucht

Überhaupt, der Saal: Bestuhlt bietet er bis zu 240 Gästen Platz. Dass in Steinhagen Bedarf danach besteht, wusste Peter Krebs aus seiner Zeit im »Brückenzauber« und im »Steinhäger Häuschen«, das er anfangs parallel zum »Graf Bernhard 1344« betrieb. Bedarf besteht auch nach Hotelzimmern, allein wegen der Nähe zu Firmen wie Hörmann, Claas oder Jung Pumpen. Am Wochenende kommen Touristen, und dank Kulturwerk nächtigten hier schon Promis wie Ingo Naujoks, Berti Vogts und Barbara Wussow. »23 Zimmer mit 40 Betten haben wir derzeit. Die sind unter der Woche quasi ausgebucht«, sagt Peter Krebs. Und so beschäftigt das »Graf Bernhard« 40 Mitarbeiter – sieben sind vom ersten Tag an dabei.

Was muss ein Hotel und Restaurant heute bieten? »Qualität und Preis müssen passen, und das muss der Gast merken. Sauberkeit ist wichtig, und der Service muss nett sein«, bringt es der Chef auf den Punkt. »Bei uns geht es bodenständig und familiär zu, der Kontakt zu den Gästen macht Spaß.« Dazu gehören auch Erlebnisse wie mit dem kaum bekleideten Herrn, der sich versehentlich aus dem Zimmer aussperrte, oder einem anderen mit Handtuch um die Hüften, der fragte, wo es zum Wellnessbereich gehe.

Eisbahn ist zum Renner geworden

Wichtig, so Peter Krebs, sei, immer Ideen zu haben. Etwa für das Oktoberfest mit Radballturnier. Oder für die Eisbahn: »Eine Marketing-Idee mit der einstigen IWS, die höchstens drei Winter laufen sollte.« Herausgekommen ist ein Besuchermagnet – im November heißt es schon zum elften Mal »Steinhagen on ice«.

Auch Ausbildung wird im »Graf Bernhard« groß geschrieben; Tradition hat der Azubi-Tag: Am Sonntag, 2. April, kocht und serviert der Nachwuchs eigenständig ein Menü. Alexandra und Peter Krebs planen indes weiter: Vor genau einem Jahr eröffneten sie als zweites Standbein im Bielefelder Bültmannshof das »Wirtshaus 1802«, und auch in Steinhagen soll es vorangehen: »Für den Ausbau weiterer Hotelzimmer stehen wir in Gesprächen mit den Verpächtern«, verrät Peter Krebs.

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