Labrador bricht durchs dünne Eis des Sennesees – Schlauchboot Emsborn des Löschzugs Stukenbrock im Einsatz
Feuerwehr rettet Hündin Nala

Schloß Holte-Stukenbrock WB -

20 Leute des Löschzugs Stukenbrock der Freiwilligen Feuerwehr haben am Dienstagvormittag einer Labradorhündin das Leben gerettet.

Dienstag, 09.02.2021, 13:48 Uhr
Manuel Grauthoff und Harald Hamacher (vorn) haben die Labradorhündin aus dem Sennesee gezogen. Das Tier war durch das dünne Eis eingebrochen. Foto: Feuerwehr Stukenbrock

Die Feuerwehrleute Manuel Grauthoff und Harald Hamacher waren mit dem Schlauchboot „Emsborn“ auf den Sennesee herausgefahren, um die Hündin zu befreien, die ins Eis eingebrochen war.

Die Hündin Nala ist erst ein Jahr und zwei Monate alt. Mit ihrem Frauchen war Nala morgens am Sennesee unterwegs. Das Tier lief auf das dünne Eis, brach ein und und schwamm im eiskalten Wasser, fand aber allein nicht mehr ans Ufer. Der Hund hat vermutlich Panik bekommen. Hunde in Panik reagieren nicht immer auf Rufen und können sich in diesem Zustand auch nicht orientieren.

„Wir wurden um 9.12 Uhr alarmiert“, berichtet Löschzugführer Daniel Kammertöns. „Da wir nicht wussten, wie dick das Eis ist, sind wir mit dem Kommandowagen mit dem Boot und weiteren Fahrzeugen losgefahren. Wäre das Eis dick gewesen, hätten wir versucht, mit Steckleitern langsam an das Tier heranzukommen.“

Als die Feuerwehrleute angekommen war, konnten die Helfer das Bellen des Hundes schon am Ufer hören. „Das Eis war relativ dünn. Und das Boot hat einen verstärkten Bug, der wie ein Eisbrecher wirkte“, sagt Kammertöns. So konnten Manuel Grauthoff und Harald Hamacher das Tier erreichen und an Bord holen.

Per Telefon alarmierte die Wehr das Tierarzt-Team Dr. Vorbohle. Die Tierärztinnen Anett Striewe und Dr. Inga Nolte übernahmen Nalas Versorgung, assistiert von Katrin Berenbrinker und ihren Kolleginnen. Sie konnten die Hündin stabilisieren.

Nalas Körpertemperatur lag bei 33,3 Grad. Normal sind bei einem Hund zwischen 37,5 und 39 Grad. Trocken rubbeln und langsam aufwärmen: Mit Wärmematten von oben und unten mit Decken. Über einen Zugang bekam Nala eine wärmende Infusion.

Die Tierärzte stellten fest, dass die junge Hündin keinen Schock erlitten hat. Ihr Zustand stabilisierte sich relativ schnell, sodass sie noch am Vormittag wieder nach Hause durfte.

„Es war der erste lebensrettende Einsatz, den wir mit dem Boot gefahren haben“, sagt Daniel Kammertöns. Die Feuerwehrleute sind Ende April 2019 das erste Mal mit der „Emsborn“ in See gestochen. Denn Schloß Holte-Stukenbrock ist mit Sennesee, Brockschmidts See und einigen Baggerseen eine heimliche Seenlandschaft. Seit 1980 hatte die Feuerwehr ein altes Boot, dessen Gummi aber porös geworden war. Ein neues Schlauchboot stand schon seit Jahren im Haushaltsplan der Stadt. Auf ein Aluminiumboot hatte die Wehr zugunsten eines Schlauchboots verzichtet, das mit Manneskraft vom Trailer in den See getragen werden kann. Mit dem 15-PS-Außenborder darf es auf Baggerseen ohne Führerschein gefahren werden. Zur Ausrüstung gehören Automatik-Schwimmwesten und Suchscheinwerfer. In Zusammenarbeit mit der DLRG haben sich Feuerwehrleute zu Rettungsschwimmern ausbilden lassen.

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