Brennstoffzelle nicht tauglich – Silo soll verschönert werden
Schule heizt künftig mit Pellets

Schloß Holte-Stukenbrock (WB) -

In der Michaelschule sind zurzeit zwei Niedrigtemperatur-Gaskessel als Wärmeerzeuger aus dem Jahr 1989 installiert, wobei nur noch einer der beiden funktionsfähig war. Der andere Kessel ist nun ebenfalls am Ende.

Dienstag, 02.02.2021, 16:57 Uhr
Neben dem bunten Element vor die graue Wand an der Michaelschule soll das Pelletlager in Form eines Silos platziert werden. Foto: Monika Schönfeld

 

Eigentlich sollte der Vertreter eines Ingenieurbüros im der Sitzung des Umweltausschusses darstellen, warum er eine Holzpellet-Heizung für die beste Lösung hält. Weil aber die Sitzungen wegen der Corona-Pandemie zeitlich begrenzt werden sollen, musste der Ausschuss „blind“ entscheiden. Fragen bleiben deshalb teils unbeantwortet. Dennoch hat sich der Ausschuss mit 12 Ja-Stimmen bei zwei Enthaltungen der Grünen und der CSB für die Pelletheizung entschieden (knapp 165.000 Euro).

Im Rahmen des Kommunalen Energieeffizienz-Netzwerks (KEEN) hat die Stadt die Energielenker Beratungs GmbH beauftragt, eine Machbarkeitsanalyse zur Verwendung einer Brennstoffzelle in der Heizzentrale für das Schulgebäude Michaelschule durchzuführen. Der Einsatz einer Brennstoffzelle wurde weder aus technischer noch aus wirtschaftlicher Sicht empfohlen, da Brennstoffzellen für hohe Vollbenutzungsstunden ausgelegt sind. Dies wäre im Falle des Schulkomplexes der Michaelschule nicht gegeben.

Daraufhin wurden alternative Versorgungskonzepte aufgestellt und bewertet. Durch die geringeren bedarfsgebundenen Kosten und CO2-Emissionen der Holzpellets gegenüber Erdgas ergibt sich laut Ingenieurbüro ein wirtschaftlicher und ökologischer Vorteil für den Einsatz eines Pelletkessels. Das Ingenieurbüro für Versorgungstechnik wurde daraufhin beauftragt, einen Kostenvergleich zwischen einem Holzpelletkessel und einem Gaskessel unter Einbeziehung der momentanen Fördermittel und der Berücksichtigung der CO2-Steuer und Wartungskosten aufzustellen.

Axel Dingenotto (CDU) gab zu bedenken, dass das Pelletlager an der Straße nicht nahe der Heizung stehe. Außerdem sollte das Lager, das wie ein Silo aussieht schöner in die Natur eingepasst, eventuell in den Farben der Schule eingehaust werden. Jutta Kampschulte (CSB) hätte lieber Erdgas oder Solarwärme. „Ich befürchte, dass es zur Rauchentwicklung im Gebäude kommen könnte.“

Klimaschutzmanagerin Stefanie Schäfers sagte, der Auftrag sei gewesen, den Einsatz regenerativer Energien sicherzustellen, da bleibe nach Wegfall der Brennstoffzelle nur die Holzpellet-Heizung. Auf Nachfrage von Ludwig Rieke (Grüne) sagte Schäfer, in Deutschland werden die Pellets aus Sägemehl hergestellt, Wälder in der Ukraine werden dafür nicht abgeholzt.

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