Verzögerte Auszahlung der November-Hilfe: Wirtepaar Ricarda Loaiza und Alfonso Quiñones ist frustriert
SPD-Fraktion fordert runden Tisch

Schloß Holte-Stukenbrock WB -

Die SPD Schloß Holte-Stukenbrock hat sich zum Ziel gesetzt, die lokale Gastronomie mit konkreten Maßnahmen in der schwierigen Corona-Zeit zu unterstützen.

Montag, 11.01.2021, 17:14 Uhr
Vor leeren Tischen und Stühlen in der Tapas-Bar Casalfonso: Ulrich Sigrist (von links), Melek Bas (beide SPD), Anna Stoupa (Servicekraft) sowie Ricarda Loaiza und Alfonso Quiñones (Wirtepaar). Die SPD hat sich zum Ziel gesetzt, die örtliche Gastronomie zu unterstützen.

Dadurch, dass in diesen Bereichen nur sehr eingeschränkt oder gar nicht gearbeitet werden kann, brechen die notwendigen Einnahmen weg. Doch die Kosten laufen weiter. Die SPD-Fraktion fordert die Stadt-Verwaltung auf, den Gastronomen stärker unter die Arme zu greifen.

Ricarda Loaiza Quiñones und ihr Ehemann Alfonso sind verzweifelt und frustriert. Für das Wirtepaar der Stukenbrocker Casalfonso Tapas-Bar geht es um die nackte Existenz. Die Bundesregierung hat zwar November-Hilfen versprochen, doch die sind bei den Gastwirten noch nicht angekommen. Bislang haben sie noch nicht einmal einen Abschlag erhalten, beklagt Ricarda Loaiza Quiñones. Die SPD-Mitglieder Melek Bas, Uwe Siek und Ulrich Sigrist haben jüngst mit ihr über die aktuelle Situation gesprochen.

Mit dem 1. November kam der Teil-Lockdown und das Paar musste sein Lokal schließen. Die November-Unterstützung konnte ab dem 25. November beantragt werden, jedoch ist zu diesem Zeitpunkt das System abgestürzt, so dass der Antrag erschwert wurde. Am 2. Dezember hat die Gastronomin eine E-Mail erhalten, worin lediglich bestätigt wurde, dass ihr Antrag bearbeitet wird.

Die 34-Jährige ist froh, dass ihre Vermieterin ihr entgegengekommen ist und es ermöglicht hat, das Mietverhältnis zunächst fortzuführen. Die Chefin der Tapas-Bar beschäftigt zwei fest angestellte Mitarbeiter, die nun in Kurzarbeit sind. Drei weitere Aushilfen wurden zwar nicht gekündigt, können aber derzeit nicht weiter beschäftigt werden. „Der Einbruch ist dramatisch, die Umsätze sind zusammengebrochen. Das Wasser steht uns bis zum Hals. Wir müssen irgendwie durchhalten“, sagt die Gastwirtin. Der Lieferservice und das Abholen der Gerichte seien im ersten Lockdown noch recht gut angenommen worden. Im zweiten Lockdown hingegen seien die Kunden zurückhaltender geworden, so dass der Umsatz noch weiter gesunken sei.

Ricarda Loaiza Quiñones erhofft sich zumindest ein offenes Ohr von der Stadt, insbesondere vom Bürgermeister. Telefonisch hat die Chefin Hubert Erichlandwehr darum gebeten, sich bei der Bezirksregierung Detmold über den Bearbeitungsstand ihres Antrags zu erkundigen. Der Rathauschef habe dort nachgehakt und ihr daraufhin mitgeteilt, dass der Abschlag noch nicht in Aussicht sei.

Die SPD-Fraktion wünscht sich von der Stadt, umgehend Maßnahmen zu ergreifen, um die lokale Gastronomie zu unterstützen. Konkret fordert die SPD die Stadtverwaltung auf, einen runden Tisch zu etablieren. Ziel ist es, die Zusammenarbeit und den regelmäßigen Austausch zwischen dem Bürgermeister und den Gastronomie-Betrieben sowie aller von der Pandemie gebeutelten Branchen nachhaltig zu fördern. Schließlich würde die Insolvenz und Schließung der Gastronomie-Betriebe der Attraktivität der Stadt nachhaltig schaden. Der Bürgermeister soll sich an die Landesregierung wenden, um Hilfe und Förderung der Gastronomen und anderer Kultur- und Freizeiteinrichtungen, die sich vor der Insolvenz befinden, zu verlangen.

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