Ab Montag könnten in Schloß Holte-Stukenbrock verschärfte Corona-Maßnahmen gelten
Inzidenzwert steigt über 200

Schloß Holte-Stukenbrock WB -

In Schloß Holte-Stukenbrock ist der Sieben-Tage-Inzidenzwert von 200 überschritten worden und liegt jetzt bei 229,7.

Freitag, 08.01.2021, 13:28 Uhr
Extremer Corona-Hotspot: In Schloß Holte-Stukenbrock könnten ab Montag verschärfte Maßnahmen gelten. Foto: Monika Schönfeld

Laut der ab Montag, 11. Januar, geltenden neue Coronaschutzverordnung des Landes NRW könnten damit für die Bürgerinnen und Bürger der Stadt noch weitere Einschränkungen verbunden sein. Zu den möglichen Verschärfungen zählt die 15-Kilometer-Bewegungsgrenze für Einwohner in extremen Corona-Hotspots mit Inzidenzwerten über 200. Diese ist in der neuen Verordnung des Landes indes nicht festgeschrieben. Die betroffenen Kreise müssen dies in eigenen Verfügungen regeln – der Inzidenzwert für den Kreis Gütersloh lag am Freitag „nur“ bei 175,1.

 

„Wir werden mit dem Kreis ins Gespräch kommen müssen und Maßnahmen für unsere Stadt entwickeln. Über das Wochenende werden allerdings keine weitergehenden Schutzmaßnahmen für Schloß Holte-Stukenbrock angeordnet“, teilte Hubert Erichlandwehr auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Der Bürgermeister ist zudem skeptisch, ob die 15-Kilometer-Bewegungsgrenze einer rechtlichen Überprüfung überhaupt standhalten würde. Dass der Bund eine solche Maßnahme befürwortet, kann Hubert Erichlandwehr indes nachvollziehen. „Den Anlass verstehe ich schon, denn es gibt eben interessante Gebiete, in die Familie gerne fahren. Dort ist die Gefahr einer Verbreitung des Virus dann natürlich besonders hoch“, sagt der Bürgermeister, ohne dabei konkret zu werden. Doch das Beispiel Winterberg zeigt, was Hubert Erichlandwehr meinen könnte.

Fraglich ist vor allem, wie die Einhaltung einer 15-Kilometer-Bewegungsgrenze überhaupt kontrolliert werden soll. Zusätzliches Personal wird dafür jedenfalls nicht abgestellt. „Das könnte nur im Rahmen einer normalen Verkehrskontrolle durch die Polizei geschehen“, meint Hubert Erichlandwehr. Generell befürwortet das Stadtoberhaupt die neue Coronaschutzverordnung des Landes: „Damit wird noch einmal ein deutliches Signal an diejenigen gesendet, die den Ernst der Lage immer noch nicht begriffen haben.“

In Schloß Holte-Stukenbrock waren am Freitag 85 Personen (Vortag: 79) aktiv mit dem Coronavirus infiziert. Im Kreis Gütersloh waren am 8. Januar 11.437 (7. Januar: 11.307) laborbestätigte Corona-Infektionen erfasst. Davon gelten 10.160 (7. Januar: 9973) Personen als genesen und 1111 (7. Januar: 1174) als noch infiziert. Davon befinden sich 993 in häuslicher Isolation. Laut Auskunft der vier Krankenhäuser werden derzeit 118 Patienten (7. Januar: 119) stationär behandelt. Davon müssen zehn Personen (7. Januar: elf) intensivmedizinisch versorgt und beatmet werden (7. Januar: zehn).

Es hat sechs weitere Todesfälle gegeben. Verstorben sind vier über 80-jährige aus Harsewinkel, Gütersloh, Halle und Rietberg, eine über 70-jährige Person aus Verl und eine über 90-jährige Person aus Rheda-Wiedenbrück. Seit Beginn der Pandemie sind 166 Personen im Kreis Gütersloh an oder mit COVID-19 verstorben.

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