Medizinisches Spezialteam schützt sensible Einrichtungen vor Corona-Infektionen
Virus stoppen und Infektionsketten brechen

Schloß Holte-Stukenbrock WB -

Alten- und Pflegeheime, wie auch Einrichtungen der Eingliederungshilfe zählen zu den sensiblen Einrichtungen, die es zu schützen gilt.

Donnerstag, 07.01.2021, 17:38 Uhr
Das medizinische Spezialteam vor dem Kreishaus in Gütersloh. Ihr Ziel ist es, eine Weiterverbreitung des Virus zu stoppen und die Infektionsketten zu unterbrechen.

Um das zu gewährleisten, hat die Abteilung Gesundheit des Kreises Gütersloh ein medizinisches Spezialteam aufgestellt. Dieses beobachtet das Infektionsgeschehen in den Einrichtungen, aber auch in Krankenhäusern und Arztpraxen. Zu den Maßnahmen gehören neben der Beratung die Kontaktpersonenermittlung, Quarantäneanordnung und Veranlassung von Reihentestungen. Ziel ist es, eine Weiterverbreitung des Virus zu stoppen und die Infektionsketten zu brechen.

Das Spezialteam erhält den Bescheid über eine infizierte Person auf unter-schiedlichen Wegen. In den meisten Fällen meldet eine Alten- und Pflegeeinrichtung den positiven Fall. Es kann aber auch sein, dass das Team den Bescheid vom Team der Ersterfassung des Kreises oder von niedergelassenen Ärzten erhält. „Es ist wichtig, so schnell wie möglich zu handeln. Nur dann können wir weitere Ansteckungen verhindern“, erklärt Marie-Sophie Albrecht, organisatorische Leiterin des medizinischen Spezialteams. Um das Infektionsgeschehen kontrollieren zu können, klärt das Team die Isolation für Infizierte beziehungsweise die Quarantäne für enge Kontaktpersonen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betreuen nicht nur das Personal, sondern auch die Bewohner in Alten- und Pflegeeinrichtungen, bei ambulanten Pflegediensten und auch in allen anderen medizinisch-pflegerischen Einrichtungen.

Eine Quarantäne führt bei manchen Betroffenen zu Unverständnis. „Wir erklären die Situation und unsere Maßnahmen ausführlich. Es wäre schön, wenn die Bürgerinnen und Bürger uns nicht als Gegner betrachten, sondern als Helfer und Unterstützer“, so Prof. Dr. Dietrich Paravicini, ärztlicher Leiter des Spezialteams. Ob eine Quarantäne verhängt wird, hängt in Pflegeeinrichtungen unter anderem davon ab, wie gut die Räumlichkeiten getrennt sind und ob das medizinische Personal auf mehreren Stationen arbeitet. Dabei setzt das Spezialteam auf die Zusammenarbeit mit der Abteilung Soziales. Deren Heimaufsicht kennt in der Regel die Räumlichkeiten. Eine Fachkraft mit besonderen Hygienekenntnissen führt Begehungen vor Ort durch und berät die jeweiligen Einrichtungen. Zusammen mit den Trägern und Einrichtungsleitungen bespricht das Spezialteam individuell zu treffende Maßnahmen. Geprüft wird beispielsweise, ob eine Station oder die gesamte Einrichtung unter Quarantäne zu stellen ist. Auch die Notwendigkeit einer Reihentestung durch die mobilen Teams der Abteilung Gesundheit wird überprüft.

Das medizinische Spezialteam besteht aus zwölf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die zur Abteilung Gesundheit zählen. „Wir sind eine bunte Mischung aus verschiedenen Bereichen“, so Albrecht. Neben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Kreises unterstützen Pflegekräfte des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen und Containment Scouts vom RKI das Team. Dabei sind die Hintergründe der Ausbildung ganz unterschiedlich – von medizinischen Fachangestellten über Gesundheits- und Krankenpfleger bis hin zu Gesundheitswissenschaftlern. Albrecht: „Wir sind ein super Team. Jeder springt für den anderen ein und neue Kollegen werden gut aufgenommen.“

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