Die schönsten Zitate aus der Politik des Jahres 2020 – und der Bürgermeister ist immer dabei
„Jetzt ist alles wieder wie vorher“

Schloß Holte-Stukenbrock (WB) -

So mancher Schlagabtausch in der Politik ist es wert, der Nachwelt erhalten zu bleiben. Die WESTFALEN-BLATT-Redakteure haben das ganze Jahr über gesammelt. Hier die schönsten Zitate aus dem Jahr 2020.

Montag, 04.01.2021, 04:37 Uhr aktualisiert: 04.01.2021, 04:40 Uhr
Konstituierende Ratssitzung: Um ohne Maske sprechen zu können, sitzt Bürgermeister Hubert Erichlandwehr neben Beigeordnetem Olaf Junker im Spuckschutz-Käfig. Foto: Monika Schönfeld

 

 

 

Gut gegeben!

 

NRW-Heimatministerin Ina Scharrenbach kann es mit der geballten männlichen CDU ohne weiteres aufnehmen. Diesen Schlagabtausch gab es am Rande ihres Besuchs bei der Frauen-Union im Februar:

Bürgermeister Hubert Erichlandwehr beklagt, dass Zuschüsse für die Modernisierung des Hallenbades nicht bewilligt wurden. „War es vielleicht ein bisschen viel?“, fragt Ina Scharrenbach. „Nö“, schütteln Bürgermeister, Stellvertreter, Stadtverbandsvorsitzender und Ratsmitglieder den Kopf. „Dann haben Sie die Zuschüsse im nächsten Jahr noch mal beantragt?“ Wieder Kopfschütteln der Herren. „Wir bezahlen es jetzt alleine“, sagt der Bürgermeister. Ina Scharrenbach lächelt: „Geht doch!“

Schlagfertig zeigt sich NRW-Ministerin Ina Scharrenbach (Mitte) mit Annegret Jürgenliemke, Vorsitzende der Frauen-Union, und Bürgermeister Hubert Erichlandwehr beim Eintrag ins Goldene Buch.

Schlagfertig zeigt sich NRW-Ministerin Ina Scharrenbach (Mitte) mit Annegret Jürgenliemke, Vorsitzende der Frauen-Union, und Bürgermeister Hubert Erichlandwehr beim Eintrag ins Goldene Buch. Foto: Monika Schönfeld

 

 

Wundersames

 

„Da wird nichts laufen, wenn keine Wunder geschehen. Wir kämpfen doch schon heute, ich habe Sorge, dass Weihnachten im Lockdown endet.“ PfarrerKarl-Josef Auris im September 2020 auf die Frage, ob es Pfarr- und Frauenkarneval geben wird. 

 

 

Kommunalwahl SHS: (von links) die Bürgermeisterkandidaten (von links) Thorsten Baumgart (FDP), Philipp Ashton (Bündnis 90/Die Grünen), Britta Rusch (CSB), Hubert Erichlandwehr (CDU).

Kommunalwahl SHS: (von links) die Bürgermeisterkandidaten (von links) Thorsten Baumgart (FDP), Philipp Ashton (Bündnis 90/Die Grünen), Britta Rusch (CSB), Hubert Erichlandwehr (CDU). Foto: Monika Schönfeld

Wahlsplitter

 

Was man so am Kommunalwahlabend 13. September sagt:

 

„Es ist doch schön zu sehen, dass sich die ganze Arbeit gelohnt hat.“ Britta Rusch, Bürgermeisterkandidatin der CSB, die in ihrem Wahlbezirk 6 das beste Ergebnis der Wählergemeinschaft holte: 16,7 Prozent.

 

„Wie soll ich das meiner Frau erklären?“ Hans Knoke, der CDU-Kontrahent von Britta Rusch im Wahlbezirk, ist erstmals unter 50 Prozent gerutscht.

 

„Er tut mir ein bisschen leid, er hat so viel gearbeitet. Er hätte etwas mehr verdient.“ Natascha Erichlandwehr, Ehefrau des Bürgermeisters, über den Herausforderer von der FDP, Thorsten Baumgart.

 

„Ich hab’ so eine Krawatte! Wenn die CDU jetzt doch noch die 50 Prozent schafft, bleiben wir bei zwei Sitzen, obwohl wir so ein gutes Ergebnis erreicht haben.“ Thorsten Baumgart (FDP).

 

„Unser Mann in Liemke.“ Aufbrandender Applaus für Gerhard Blumenthal (FDP), der das beste Ergebnis der FDP beisteuert: 17,6 Prozent.

 

„Ich hab’ getan, was ich konnte.“ Klaus Dirks(CDU), der in Wahlbezirk 7 auf 52 Prozent kam.

 

„Noch mal kriegt Reinhard Tölke keinen Teller.“ Bürgermeister Hubert Erichlandwehr über das Comeback des Grünen. Er hatte Reinhard Tölke mit dem obligatorischen Geschenk schon mal verabschiedet.

 

„Bei einem Unentschieden haben wir noch den Bürgermeister.“ Lars Pankoke(CDU) über den Verlust der absoluten Mehrheit.

 

„Die SPD hat nicht mal zu Kernthemen etwas gesagt.“ Philipp Ashton, Bürgermeisterkandidat der Grünen, darüber, dass die SPD nur noch die viertstärkste Partei von fünf ist.

 

„Ich möchte mich jetzt nicht äußern. Wenn ich es tue, wird es gewaltig.“ Metin Eser, SPD-Spitzenkandidat.

 

 

Schlafanzüge

 

Letztes Treffen mit den stellvertretenden Bürgermeistern Hans Schäfer, Johann Knoke und Barbara Kammertöns am 29. September:

 

„In einer benachbarten Kommune, die ich nicht nennen möchte, gab es früher Schlafanzüge und Nachthemden.“ Bürgermeister Hubert Erichlandwehr verschenkt EHG-Gutscheine.

 

„Alt ist man erst, wenn der Bürgermeister zu Besuch kommt.“ Gängige Redewendung. Der Bürgermeister gratuliert den Jubilaren im Alter ab 80.

 

 

Vereidigt

 

„Jetzt ist alles wieder wie vorher.“ Bürgermeister Hubert Erichlandwehr nach seiner Amtseinführung am 3. November.

 

 

Großer Mist

 

Zum Verkehrsversuch Ortskern Stukenbrock :

 

„Aus den E-Mails und Briefen gibt es bisher wenig Positives.“ Werner Thorwesten, Leiter des Fachbereichs Wirtschaft und Stadtentwicklung.

 

„Würden Sie das empfehlen oder würden Sie sagen, das ist großer Mist? Am ersten Tag gibt es Mord und Totschlag. Das ist kriminell und ausgemachter Schwachsinn.“ Michael Brechmann (CDU) zum Verkehrsplaner Ralf Düs­pohl.

 

„Ich kann Ihnen nur an wenigen Stellen widersprechen.“ Ralf Düspohl zu Michael Brechmann.

 

„Verkehr verlagern heißt Verkehr verlagern.“ Thorsten Baumgart (FDP)

 

„Das wird Widerstände hervorrufen.“ Bruno Reinke (Grüne).

 

„Das Chaos wartet an der nächsten Kreuzung.“Martin Kalkreuter (SPD).

 

„Ich fühle mich wie der Sklave eines Konzepts. Ich versuche, das neutral zu sehen.“ Astrid Zellermann(CDU).

 

„Sie haben ja alle Recht. Ist es so oder ist es nur ein Gefühl?“ Planer Ralf Düspohl.

 

„An der Ottenheide ist es wuselig. Es funktioniert, weil alle aufpassen.“ Ralf Düspohl.

„Es ist charmant, mal den weitestgehenden Versuch zu wagen. Es ist aber schwierig. Wir warten ja darauf, dass der Versuch scheitert. Die Situation ist ja nicht gottgewollt.“ Reinhard Tölke(Grüne).

 

 

Superschnapper

 

Zur Diskussion über die Kosten der Skateanlage:

 

„Dem Ausschuss platt vor den Kopf gehauen.“ Lars Pankoke (CDU).

 

„Ein Superschnapper.“ Silke Sykora begleitet aus der Stadtverwaltung die Planung „Grüne Mitte“.

 

„Wir fangen an zu zögern.“ Reinhard Tölke (Grüne).

 

 

In den Topf

 

Zum Rahmenplan für das Gelände des ehemaligen Campingplatzes am Föhrenweg, den die Stadt mit „Bauen an der Schiene“ gewonnen hat:

Lars Pankoke(CDU): „Ich habe mir mehr erwartet. Vielleicht ist es nicht immer der richtige Weg zuzuschlagen, wenn es eine Förderung gibt. Man muss nicht in jeden Fördertopf reinspringen.“

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