Skateanlage an den Standort des Basketballfelds – Entscheidung vertagt
Abriss rausgeschmissenes Geld

Schloß Holte-Stukenbrock (WB) -

In der Beschlussvorlage sollte die Skateanlage 356.000 Euro kosten, im Wirtschafts-, Stadt- und Quartiersentwicklungsausschuss sprach Mario Pohle vom Büro DSK Stadtentwicklung plötzlich von 460.000 Euro. So viel Geld wollten die Politiker nicht spontan aus dem Ärmel schütteln. Die Entscheidung wurde vertagt.

Mittwoch, 09.12.2020, 19:05 Uhr
Basketballfeld weg und daneben neu bauen, an diese Stelle soll dann die Skateanlage – ein teures Vergnügen. Foto: Monika Schönfeld

 

Die Preissteigerung hat einen Grund, sagt Silke Sykora aus dem Fachbereich Wirtschaft und Stadtentwicklung der Stadtverwaltung. In der Offenlegung des Konzepts „Grüne Mitte“ haben die Macher des Umsonst-und-Draußen-Festivals Holter Meeting bemängelt, eine Skateanlage hinter dem Hallenbad schränke das jährlich im August stattfindende Holter Meeting ein oder verhindere es ganz. „Deshalb haben wird uns überlegt, die Flächen mit dem bestehenden Basketballfeld zu tauschen. Das ebene Basketballfeld kann ins Festival einbezogen werden, eine hügelige Skateanlage nicht.“ Der Plan war, das Basketballfeld abzureißen, an seiner Stelle die Skateanlage zu bauen, und das Basketballfeld neu auf der anderen Seite des kleinen Weges zu bauen. Weil Mittel aus der Städtebauförderung fließen könnten, soll darüber vorab entschieden werden. Eine 90-prozentige Förderung hält Silke Sykora für einen „Superschnapper“. Für die Stadt blieben Kosten in Höhe von 46.000 Euro. Gebe es aber nur 50 Prozent Förderung, sieht die Sache schon ganz anders aus.

„Wir haben das Feld gerade neu beleuchtet. Es muss ja keine Wettbewerbsmaße haben. Die Zahlen werden dem Ausschuss platt vor den Kopf gehauen. Da ist kein Fleisch dran, die Kosten und Folgekosten nicht aufgesplittet“, hält Lars Pankoke (CDU) einen Abriss für rausgeschmissenes Geld. Es müsse einen anderen Standort geben.

Thorsten Baumgart plädierte dafür, die Entscheidung zu vertagen. „Das ist nicht entscheidungsreif.“ Reinhard Tölke (Bündnis 90/Die Grünen): „Ich fange an zu zögern.“

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