Coronafälle an drei Schulen in Schloß Holte-Stukenbrock
Gymnasium, Gesamtschule und Pollhansschule müssen Schüler nach Hause schicken

Schloß Holte-Stukenbrock -

Die Corona-Infektionen haben drei Schulen in der Stadt erreicht. Die Pollhansschule musste direkt nach dem ersten Schultag nach den Herbstferien einen Teil einer Grundschulklasse nach Hause schicken. An der Gesamtschule ist am Freitag ein Schüler aus einer neunten Klasse positiv getestet worden. Die Klasse sollte am Montag Praktika antreten, die abgesagt wurden. Die Schüler wurden am Mittwoch getestet. Das Gymnasium hat die Jahrgangsstufe Q1 am Dienstag nach der 6. Stunde nach Hause geschickt, nachdem ein Schüler Symptome gezeigt hat. Das Gesundheitsamt hat am Mittwoch über Maßnahmen entschieden

Mittwoch, 04.11.2020, 15:53 Uhr aktualisiert: 04.11.2020, 19:46 Uhr
Jetzt sind auch drei Schulen in Schloß Holte-Stukenbrock von Coronafällen betroffen. Das Gymnasium hat die Jahrgangsstufe Q1 nach Hause geschickt, die Gesamtschule eine neunte Klasse, die Pollhansschule Teile einer Klasse. Foto: Sebastian Gollnow

 

 

Pollhansschule

 

Der Fall an der Pollhansschule war stark umgrenzt, sagt Schulleiterin Irmgard Heimbrodt. Das Kind war nur einen Tag nach den Herbstferien in der Schule. Die Eltern haben die Schulleiterin sofort informiert. „Wir haben einen Teil der Klasse nach Hause geschickt. Das Gesundheitsamt hat klar vermessen, mit wem das Kind direkten Kontakt hatte. Diese Kinder wurden vom Gesundheitsamt ermittelt. Für sie wurde zwei Wochen Quarantäne angeordnet“, sagt Irmgard Heimbrodt. Weder das Kind noch Kinder in Quarantäne hätten Symptome gezeigt. Die beiden Lehrerinnen haben Mund-Nasen-Schutz getragen und mussten nur einen Tag zu Hause bleiben. Festgestellt wurde, dass gut gelüftet war im Klassenraum.

Es sei ein Glücksfall, dass alles genau eingegrenzt werden konnte. „Das Gesundheitsamt hat akribisch gearbeitet. Ich muss die hervorragende Arbeit loben. Das hat alles gut geklappt.“ Irmgard Heimbrodt geht davon aus, dass sich alle Schulen auf Fälle einrichten müssen. „Bei Eltern löst das natürlich Angst und Unsicherheit aus. Das ist verständlich. Wir informieren so schnell wie möglich über die Situation.“

 

Gesamtschule

 

Weil ein Familienmitglied infiziert war, ist ein Schüler der neunten Klasse getestet worden – positiv. Das hat die kommissarische Schulleiterin der Gesamtschule, Daniela Hartmann, am Freitag erfahren. „Da die Schüler am Montag ins Praktikum sollten, musste ich schnell eine Entscheidung treffen. Ich habe allen Schülern der Klasse Bescheid gesagt, sie sollen zu Hause bleiben. Die Betriebe haben sehr verständnisvoll reagiert und angeboten, dass die Schüler das Praktikum zu einem späteren Zeitpunkt nachholen können.“ Die Betriebe haben den verantwortungsvollen Umgang mit der Situation gelobt und bestätigt, es sei eine gute Entscheidung, das Praktikum abzusagen.

Die Klasse bleibt jetzt erst mal zu Hause. Am Mittwoch hat das Gesundheitsamt in der Turnhalle eine Testung vorgenommen. Die Schüler wurden im Drei-Minuten-Takt zum Coronatest eingeladen. „Die genaue Quarantänezeit stellt das Gesundheitsamt fest“, sagt Daniela Hartmann. Betroffen sind 29 Schüler und ein Lehrer. „Wir haben glücklicherweise eine sehr gute Lüftung der Räume und alle haben im Unterricht Masken getragen. Eine Unwägbarkeit ist allerdings der Sportunterricht. Sport wird ohne Maske gemacht. Und am Freitag hatten die Schüler Sport.“ Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes sei für die Schüler schon eine Selbstverständlichkeit.

Daniela Hartmann sagt, das Wochenende sei anstrengend gewesen, allerdings habe die Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt hervorragend geklappt. „Samstags bekommt man nicht immer gleich den zuständigen Mitarbeiter ans Telefon.“

 

Gymnasium

 

Seit Dienstag ist am Gymnasium ein Fall aus der Schülerschaft des Jahrgangs Q1 bekannt, sagt Schulleiter Dr. Michael Kößmeier. Der Betroffene habe Symptome gezeigt. Nach der sechsten Stunde seien deshalb die 134 Schüler aus dem Jahrgang (ein Jahr vor dem Abiturjahrgang) nach Hause geschickt worden. „Das ist die erste Maßnahme. Das Gesundheitsamt wird jetzt feststellen, wer als enge Kontaktperson gilt. Ich gehe davon aus, dass nicht die gesamte Jahrgangsstufe in Quarantäne muss. Aber die Bewertung wird heute den ganzen Tag in Anspruch nehmen, dann wird über die Maßnahmen entschieden“, so Kößmeier.

Zu Verunsicherung führten die Begrifflichkeiten der unterschiedlichen Kategorien der Kontaktpersonen. „Es geht munter durcheinander. Die Quarantäne hat nichts damit zu tun, ob jemand infiziert ist oder nicht. Dass erst mal alle der Jahrgangsstufe nach Hause mussten, war eine Sofortmaßnahme. Jetzt wird passgenauer geguckt.“

Kößmeier sagt, die Schule werde vom Gesundheitsamt vernünftig unterstützt. „Informationen werde ich über die Schul-Homepage bekannt geben.“

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