Lorenza Pirosa-Sindelar aus Schloß Holte-Stukenbrock nutzt den Reichtum der Natur
Talente kommen dem Kinderhospiz zugute

Schloß Holte-Stukenbrock -

Filzen, Brot backen, Kosmetikpads häkeln, Pilze sammeln, Pestos zubereiten, Marmeladen kochen, beim Kochen experimentieren, basteln mit dem, was die Natur hergibt und aus frischen Früchten Leckereien herstellen, mit der sie die Familie verwöhnt – die Liste des Kreativität Lorenza Pirosa-Sindelars ist lang.

Montag, 02.11.2020, 16:33 Uhr aktualisiert: 02.11.2020, 16:36 Uhr
Lorenza Pirosa-Sindelar hat Herbstkränze aus Naturmaterialien gebunden, die sie gegen eine Spende abgibt, die dem Kinderhospiz zugute kommt. Foto: Manuela Fortmeier

 

Mit geschickten Händen wickelt die gelernte Erzieherin auf ihrer Terrasse Hortensienblüten, verschiedene Beeren und Efeu um den Mooskranz. Das Moos hat sie tags zuvor im Wald gesucht. Die Frohnatur mit italienischen Wurzeln ist ein kreatives Energiebündel, eine echte Powerfrau. Sie hat ein Händchen und Augen für die schönen Dinge und für alles, was die Natur schützt.

Jeden Tag ist sie voller Tatendrang und Motivation. Mühelos fallen ihr sowohl im privaten, als auch im Berufsalltag als Kinderpflegerin in einer Kita neue Projekte ein, die sie aus Naturmaterialien wie Blüten, Treibholz oder Grünzweigen an ihrem Basteltisch umsetzt. Mit frischen Zutaten aus dem Garten stellt sie außergewöhnliche Marmeladen her oder entwickelt Rezeptideen.

„Ich bin immer wieder neu davon begeistert, wie reich uns die Natur beschenkt, wenn wir sie mit wachem Blick wahrnehmen.“ So führt sie etwa im Frühling der Weg oft in den Wald, um frischen Bärlauch zu pflücken, aus dem sie Pesto oder Butter herstellt. Aktuell in der Pilzzeit bricht sie in den Wald auf, um den Parasolpilz, Maronen, den Rotfuß, Tintling und den Steinpilz zu suchen. „Getrocknet sind das im Winter wahre Schätze für die Küche.“

Frische Tomaten hat sie im Sommer eingeweckt, eingelegt oder getrocknet, damit sie diese später für italienische Vorspeisen verwenden kann. In der Familie, aber auch bei Freunden „heiß begehrt“ sind auch ihre etwas anderen Marmeladen, in denen auch mal Oregano als Zutat dient. Und wenn es die Zeit zulässt, gehört das Herstellen ihres Kaffeeliköres zum beliebten, jährlichen Ritual.

Lorenza Pirosa-Sindelar setzt auf Nachhaltigkeit. Statt Kunststoffschwämme benutzt sie zum Spülen welchen, die sie aus Natur-Band gehäkelt hat. So hat sie auch Reinigungspads fürs Gesicht gefertigt.

In der Corona-Zeit hat sie für sich das Brotbacken entdeckt. „Zur Zeit ist das Schwarzbrot unser liebstes. Das haben wir zu Beginn von Corona erstmalig gebacken und sind begeistert.“

Selbst der zwölfjährige Sohn Gianluca weiß die Talente seiner Mutter schon zu schätzen. „Mamas Holundersaft ist der Beste und ihre italienischen Gerichte schmecken echt super.“

Gerade, weil die kreative Pädagogin in der letzten Zeit viel verschenkt hat und die Menschen ihr dankbar dafür etwas geben möchten, hat sie ein Sparschwein aufgestellt. Als Spende geht das Geld an das Kinderhospiz Bethel. „Das ist doch wunderbar, wenn meine Sachen dann zum zweiten Mal anderen Menschen eine Freude bereiten.“ Dankbar ist sie ihrer Familie, von der sie tatkräftig unterstützt wird. „Wir tauschen uns gegenseitig aus. So hatten wir die Idee, auf dem Weihnachtsmarkt in Schloß Holte eine Bude zu mieten, um Genähtes, Gehäkeltes oder selbst zubereitete Produkte zu verkaufen, um das Kinderhospiz zu unterstützen. Auf Grund der Corona-Situation könnte es sein, dass wir uns das für das nächste Jahr vornehmen müssen.“

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