Statt im Safariland Stukenbrock feiert Familie am Tölkenweg
Gruseliges für kleine Ungeheuer

Schloss Holte-Stukenbrock -

Eine dunkle Hexe auf der Terrasse, Totenköpfe auf dem Fenstersims, ein Skelett im Strandkorb und immer wieder blinken die roten Augen des Skelettes beim kleinen Halloweenfest der Familie Siegenbrink am Tölkenweg in der Dämmerung etwas furchterregend auf.

Sonntag, 01.11.2020, 19:05 Uhr aktualisiert: 01.11.2020, 19:08 Uhr
Auf dem roten, eigens aus dem Film „Sam“ nachgebauten Fahrrad drehen Foto: Manuela Fortmeier

 

Doch ganz selbstverständlich und verkleidet als Prinzessin, nimmt die vierjährige Clara-Bella am Freitagnachmittag beim kleinen Halloweenfest die Hände des Skelettes, lacht und hat sichtlich viel Spaß. Schließlich kennt sie Halloween und weiß, dass alles nur Spaß ist.

Weil das große Grusel-Spektakel im Safaripark abgesagt werden musste, hatten Megan Pepper-Siegenbrink und ihre Freundin Nora Wurms auf dem Hof der Familie Siegenbrink ein kleines Halloween Fest für die Nachbarn organisiert. Unter Einhaltung der Corona-Regeln und alle verkleidet, hatten bei dem privaten Gruseltreffen sowohl die kleinen, aber auch erwachsenen Gruselfans viel Freude.

„Ich bin gebürtige Amerikanerin und bei uns in Ohio hat das Halloween-Fest eine ganz andere Größenordnung erreicht als hier. Diese Tradition ist mir ans Herz gewachsen und deshalb ist es mir wichtig, dass wir es wenigstens im kleinen Rahmen und mit Abstand etwas gemütlich machen“, sagt Megan Pepper-Siegenbrink.

Jeden Tag der vergangenen Woche hat die fröhliche junge Mutter mehrere Stunden damit verbracht, den Garten für die kleine Halloween-Überraschung vorzubereiten. „Unser Garten ist riesig und meine Frau Megan liebt und genießt es, hier zu Halloween, oder zu anderen Anlässen wie Weihnachten oder zu Kindergeburtstagen alles hübsch zu dekorieren“, sagt Tobias Siegenbrink. Das sei für sie ein Stück Heimat.

Vor gut fünf Jahren hat der Elektro-Mechaniker seine jetzige Frau in Amerika kennengelernt. „Ich war beruflich auf Montage, sie war Kellnerin. Es hat sofort gefunkt“, sagt der Stukenbrocker. Wenige Wochen später habe sie ihn besucht und ist geblieben. Seitdem lebt die Amerikanerin mit ihrem Mann Tobias und ihren Kindern Clara-Bella und Cooper auf dem idyllischen Hof am Tölkenweg. „Ich habe mich inzwischen an das Landleben gewöhnt, aber hin und wieder treibt mich die Sehnsucht auf einen Urlaub zurück in meine alte Heimat. Das genießen wir dann alle zusammen und ich kann meiner Familie viele Sehenswürdigkeiten zeigen, die wir in unseren Erinnerungen mit nach Stukenbrock nehmen“.

Große Unterstützung hatte Pepper-Siegenbrink in ihrer Freundin Nora Wurms. „Dieses Fahrrad hier hat ein Bekannter von uns eigens für den Safaripark gebaut. Es ist ein Nachbau aus dem Film Sam“. Um so mehr die Dämmerung einsetzt, kommen im Abendnebel die von Lichtern angestrahlten Kreuze im Sand, die Spinnennetze auf dem Hof und die gruseligen Gestalten an Wänden, auf Stühlen oder hinter den Bäumen zur Geltung und sorgen für Gruselspaß für Jung und Alt. Und weil Gruseln ja hungrig macht, gab es zum Abschluss Süßes und Saures.

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