Kein Vereinszwang: Tür zum Multisportfeld in Liemke steht allen offen
Bolzen und Basketball bis 21 Uhr

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Nach Herzenslust bis in die Abendstunden bolzen oder Basketball spielen ohne einem Verein anzugehören – das ist in Liemke seit Ende Juli möglich. Täglich bis 21 Uhr ist das 20 mal 13 Meter große, mit einem grünen Kunststoffbelag versehene Multisportfeld an der St.-Sebastianus-Straße neben den Trainingsplätzen des SCW Liemke für die Öffentlichkeit frei zugänglich.

Samstag, 10.10.2020, 05:00 Uhr
Udo Fischer (von links), Manfred Vorderbrüggen, Olaf Junker, Günter Kerstingtombroke und Karl-Heinz Brüggemeier auf dem neuen Multisportfeld in Liemke. Foto: Dirk Heidemann

„Ich bin selbst überrascht, wie gut das Kleinspielfeld angenommen wird. Jungs, die ich zuvor hier nie gesehen habe, sind jetzt plötzlich da“, freut sich Udo Fischer, Vorsitzender des SCW. Und der eine oder andere hat doch schon den Weg rüber zum Fußballverein gefunden.

Idee entsteht während Dorfwerkstatt

Die Idee zum Multisportfeld verfestigte sich Anfang 2017 während einer Dorfwerkstatt, an der auch Jugendliche teilnahmen. „Die Frage lautete damals, was fehlt in Liemke?“, erinnert sich Manfred Vorderbrüggen aus der ehrenamtlich aktiven Gruppe der Dorfentwickler. Die Antwort: Sich außerhalb eines Vereins sportlich betätigen zu können.

SCW Liemke stellt Areal zur Verfügung

„Die Dorfentwickler haben die Vorarbeit geleistet“, lobt Olaf Junker, Beigeordneter der Stadt, die Fördermittel bei der EU beantragen konnte: „Da gibt es einen Topf, damit der ländliche Bereich nicht abgehängt wird. Darauf haben wir aber nur Zugriff, wenn Maßnahmen über Dorfvereine initiiert werden.“ Der SCW Liemke stellte dann das Areal zur Verfügung, um es der Allgemeinheit zugänglich zu machen.

Kosten in Höhe von 98.000 Euro

An den Kosten in Höhe von 98.000 Euro beteiligte sich die Stadt, die auch für die Pflege des Multisportfeldes zuständig ist, mit 35.000 Euro – den Rest übernahm die EU mit einer 65-prozentigen Förderung. Ursprünglich sollte das Feld im hinteren Bereich der Michaelschule in der Nähe des Bolzplatzes entstehen, doch die untere Landschaftsbehörde sah dadurch den Naturschutz in der Auenlandschaft des Wapelbaches gefährdet. Die Arbeiten zur Erweiterung der Aue sollen übrigens noch in diesem Monat beginnen. „Nach Auskunft von Michael Ottenstroer vom Fachbereich Tiefbau und Umwelt sind die Aufträge vergeben“, teilt Manfred Vorderbrüggen mit.

In Liemke lohnt es sich zu wohnen.

Günter Kerstingtombroke

Vorbild für das ganzjährig bespielbare Multisportfeld, auf dem keine Pfützen entstehen können, war eine ähnliche Anlage an der Pollhansschule. Zufrieden stellt Günter Kerstingtombroke von den Dorfentwicklern, die für den Betrieb einen Fuß- und einen Basketball stifteten, fest: „In Liemke lohnt es sich zu wohnen.“

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