Ideen für den Jägergrund zwischen Ehrenfriedhof und Ems-Erlebniswelt
Bürger erstmals online beteiligt

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Stadt sollte für nächstes Jahr Geld zur Verfügung stellen, die Dorfentwickler in Stukenbrock-Senne entscheiden, was zuerst umgesetzt wird. Das sagte Bürgermeister Hubert Erichlandwehr im Wirtschafts-, Marketing- und Stadtentwicklungsausschuss. Hartmut Lüdeling vom Büro Arge Dorfentwicklung hatte die Eingaben der Bürger zum Stadtteilprojekt der Weiterentwicklung des Freizeit- und Gedächtnisbereichs Jägergrund vorgestellt.

Mittwoch, 07.10.2020, 05:00 Uhr
Um den Lippstädter Weg zu beruhigen, kann sich Planer Hartmut Lüdeling vorstellen, die Linksabbiegertasche auf der Senner Straße zu entfernen, die Autobahn über die Senner Straße auszuschildern und den Lippstädter Weg zur Anliegerstraße zu machen. Foto: Schönfeld

Weil eine Bürgerversammlung zu diesem Thema nach der Vorstellung der Planung Anfang Februar aufgrund der Corona-Pandemie nicht mehr stattfinden konnte, hat die Stadt den Plan mit erklärenden und anschaulichen Videos zu den wichtigsten Punkten online auf dem inzwischen angelegten Bürgerbeteiligungsportal gestellt. Dazu gab es 292 Aufrufe (Mehrfachaufrufe werden alle gezählt) und elf Anregungen, die teils von mehreren unterstützt wurden.

Vorschlag: Parkplatz in das Waldstück verlegen

Dem Verein „Unser Dorf Stukenbrock-Senne“ geht es um die Gestaltung des Bereichs zwischen dem Sowjetischen Ehrenfriedhof und der Einmündung der Senner Straße in den Lippstädter Weg. Beginnend am Jägergrund, schlägt Lüdeling vor, den Parkplatz in das Waldstück an der Senner Straße zu verlegen. Dort bleiben die Bäume in einem Waldparkplatz erhalten, das Gestrüpp wird entfernt. Der Jägergrund soll in Höhe der heutigen Schwelle auf der Fahrbahn abgebunden werden mit Pollern, um den Schleichweg zu verhindern. Wer dort hineinfahren muss, bekommt Schlüssel für die Poller.

Baumtor soll Ortseingang markieren

Wo jetzt der Parkplatz ist, soll der offene Übergang in die Heidelandschaft hinter Spielplatz und BMX-Bahn erfolgen. Über das Wäldchen vor der Friedhofskapelle erreicht man zu Fuß vom Parkplatz den Friedhof und den Ehrenfriedhof. An der Ausfahrt auf die Senner Straße vom Ehrenfriedhof soll ein Baumtor den Ortseingang markieren. Mit einer Baumreihe erhält man innerorts eine Allee, die verkehrsberuhigend wirkt. Der Eingang der Ems-Erlebniswelt soll vom Barbaraweg verlegt werden auf die Parkplatzseite hinter der Kirche. Das kommt den Anliegern des Barbaraweges entgegen und zentralisiert das Parken.

Wichtig ist den Sennern, den Lippstädter Weg zu beruhigen

Wichtig ist den Sennern, den Lippstädter Weg zu beruhigen. Das, so sagt Hartmut Lüdeling, könne geschehen, indem die Linksabbiegertasche entfernt wird und die Beschilderung zur Autobahn über die Senner Straße erfolgt. Der Lippstädter Weg könnte als Anliegerstraße ausgezeichnet werden. Da die Maßnahmen sehr behutsam erfolgen, werden keine oder nur ganz geringe Beiträge von den Anliegern der Senner Straße erhoben, sagt Hartmut Lüdeling.

Kommentare

Anja  wrote: 07.10.2020 08:44
Hübscher Gedanke
Eine hübsche Planung. Jedoch fehlt das Allerwichtigste in der Planung überhaupt: WC ANLAGEN !!!!! Es nutzt überhaupt nichts den gesamten Bereich hübsch zu planen, wenn keine ausreichenden sanitären Anlagen erstellt werden. Die Besucher (Wanderer, Eltern mit Kindern, Besucher des Ehrenfriedhofs, Camper, Tagesgäste für die Wiese und den Spielplatz) haben alle das gleiche Problem: "Ich muss mal dringend wohin.....". Wer schon einmal selbst in solchen Nöten gewesen ist, weiß das er die 1,5 Km bis zu den Emsquellen nicht mehr laufen kann. Auch die WCs in der Emserlebniswelt sind zu den Stoßzeiten nicht geöffnet, ebenfalls sind die WCs auf dem Ehrenfriedhof -bis auf die Veranstaltungen- immer geschlossen. Also gehen die Besucher in die "Büsche" oder an den Wegesrand. Das ist mittlerweile ein schwerwiegendes Problem geworden. Ein weiteres Problem ist die Müllbeseitigung von den Tagesbesuchern bei schönen Wetter. Natürlich wird Mittags oder Abends schön gegrillt. Allerdings nehmen die Tagesbesucher ihren Müll (hier besonders die Essensreste) nicht mit nach Hause um diese dort zu entsorgen. Mittlerweile leert die Stadt auf drängen der Anwohner nach schönen Wochenenden und Feiertagen die Mülltonnen, wenn auch nicht wirklich freiwillig. Dabei ist es völlig unerheblich ob der Müll von den Besuchern des Ehrenfriedhofes stammt, die nach dem Besuch desselben noch ein paar schöne Stunden auf dem Spielplatz und der Wiese verleben oder die anderen Tagesgäste, Wanderer etc. Bei den Essensresten reden wir nicht nur von den Kunststoffverpackungen des Grillfleisches sondern auch von den Fleischknochen, Knoblauchquark, Restpizzen, Salaten, Brot etc. Ein gedeckter Tisch für viele Tiere, insbesondere die kleinen hochintelligenten grauen Nager.... Und der Spielplatz , wo kleine Kinder spielen, ist das Silbertablett mit den Essensresten. Also liebe Planer, nochmal ran und diese beiden speziellen Probleme langfristig lösen!
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