Rahmenplanung für den ehemaligen Campingplatz als „Bauland an der Schiene“
Wohnen „In den Tannen“

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Kiefernwald am Ölbach und der kleine Teich bleiben – das sind schon allein 34 Prozent des ehemaligen Campingplatzes am Föhrenweg. Das Gelände ist 61.051 Quadratmeter groß und kann mit Einfamilien-, mit Doppel- und Reihenhäusern, Stadtvillen und Mehrfamilienhäusern bebaut werden. Maximal 144 Wohnungen können hier mitten in der Stadt zwischen Mennonitenkirche und Textilindustriebetrieb Holtex, Waldfriedhof St. Ursula und Ölbach entstehen.

Mittwoch, 07.10.2020, 04:30 Uhr
Der Campingplatz „In den Tannen“ ist Ende des Jahres 2018 aufgegeben worden. Zwischenzeitlich war das Gelände als Standort eines Flüchtlingswohnheims im Gespräch. Foto: Matthias Kleemann

Die Stadt hatte das Gelände gekauft, als der Campingplatz Ende des Jahres 2018 aufgegeben worden ist. Zwischenzeitlich war das Gelände als Standort eines Flüchtlingswohnheims im Gespräch, was aber durch den Ratsbürgerentscheid im Jahr 2019 nicht dort, sondern in Liemke gebaut wurde. Wie der Leiter des Fachbereichs Wirtschaft und Stadtentwicklung, Werner Thorwesten, am Montag im Ausschuss sagte, hat die Stadt sich am Wettbewerb „Bauland an der Schiene“ beteiligt und eine Rahmenplanung gewonnen. Das sind Ideen, wie das Gelände bebaut werden kann, es handelt sich noch nicht um unumstößliche Pläne.

Zwei Varianten der Planung vorgestellt

Der Name des Wohngebiet soll mit „In den Tannen“ nach dem Namen des ehemaligen Campingplatzes heißen. Zwei Varianten der Planung haben dem Wirtschafts-, Marketing- und Stadtentwicklungsausschuss am Montag Andreas Bachmann und Niklas Förstemann vom Büro „Pesch, Partner, Architekten Stadtplaner GmbH“ aus Dortmund vorgestellt. Die beiden Varianten unterscheiden sich im Wesentlichen nur darin, wo ein weiterer Platz entsteht – ob in der Mitte oder am Teich. „Ein wichtiger Aspekt ist es, Stadträume und Gemeinschaftsfläche zu schaffen“, sagt Bachmann.

Es soll kein solitäres Wohngebiet werden, sondern an die Bahnhofstraße und an die Wohngebiete angeknüpft werden.

Andreas Bachmann

Das Gelände wird eingerahmt vom Friedhof, einem Kiefernwald, dem Ölbach, Gewerbe im Südosten und bestehenden Wohngebieten, vor allem Richtung Bahnhofstraße und Richtung Holter Straße. „Es soll kein solitäres Wohngebiet werden, sondern an die Bahnhofstraße und an die Wohngebiete angeknüpft werden“, sagte Andreas Bachmann. Seniorenwohnungen sollen dort entstehen, aber auch eine Kindertagesstätte und Freiflächen. Wald und Ölbach bleiben erhalten.

Zugänglich über Föhrenweg und die Straße Pollhansfeld

Zugänglich soll das Gebiet werden über den Föhrenweg und die Straße Pollhansfeld, eventuell über die Verlängerung des Föhrengrunds und einem Weg zwischen Mennonitengemeinde und Holtex. „Zum bestehenden Kiefernwald können wir uns in der Variante A einen Grünraum als Park im Norden vorstellen. Der Baumbestand wird integriert“, so die Planer. Ein Drittel der Häuser sehen sie unter dem Titel „individuelles Wohnen“ – also Einfamilien-, Doppel- und Kettenhäuser, zwei Drittel als Gemeinschaftswohnungen in Mehrfamilienhäusern. In der Variante B ist der Park in der Mitte als Vorhof des Seniorenwohnens angelegt.

Fraktionen beraten

Bevor sich die Mitglieder des Ausschusses für eine der beiden Varianten entscheiden, wollen alle noch einmal in ihren Fraktionen beraten. Das wurde einstimmig beschlossen. Werner Thorwesten sagte allerdings: „Wir möchten das gerne auf den Weg bringen. Die Bauleitplanung nimmt noch einige Zeit in Anspruch.“

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