Als erstes kommt die Kita – Anwohner der Steinbeck’schen Wiese fühlen sich übergangen
Baubeginn mit einer Brücke

Schloß Holte-Stukenbrock (dh). Die ersten Erdarbeiten im Bereich des künftigen Baugebiets „ Sender Straße West “ (Steinbeck’sche Wiese) beunruhigen offenbar die Anlieger. Am Ende des Maikäferwegs, der noch in eine Sackgasse mündet, entsteht eine Brücke über den Landerbach.

Dienstag, 06.10.2020, 05:00 Uhr
Am Ende des Maikäferwegs haben die Bauarbeiten für eine Brücke über den Landerbach begonnen. Foto: Dirk Heidemann

„Dadurch wird das Gebiet, auf dem der neue Kindergarten entsteht, erschlossen“, sagt der mit dem Projekt betraute Thorsten Karmeier vom Fachbereich Tiefbau und Umwelt der Stadt auf Anfrage dieser Zeitung. Wie am 2. April berichtet wird die Einrichtung mit fünf Gruppen vom Deutschen Roten Kreuz Soziale Dienste und Einrichtungen Gütersloh gGmbH betrieben. Das hatte der Stadtrat einstimmig bei drei Enthaltungen beschlossen. „Der Bauantrag ist inzwischen genehmigt worden“, sagt Thorsten Karmeier.

Baufahrzeuge rollen durch die Siedlung

Einige Anwohner (Libellenweg, Oestervenn, Milanweg, Westervenn) zeigen sich irritiert darüber, dass es von Seiten der Stadt keine Information über den Beginn der Arbeiten gegeben hat. Denn jetzt rollen die Baufahrzeuge durch die Siedlung. Zudem fühlen sich bei der Planung des künftigen Baugebiets übergangen und vermissen ein Mitspracherecht, wie es beispielsweise beim Jägergrund im Ortsteil Stukenbrock-Senne der Fall gewesen ist. Doch das kann durchaus noch kommen. Silke Sykora aus dem Fachbereich Wirtschaft und Stadtentwicklung kann die Gemüter zunächst einmal beruhigen: „Das Verfahren steht ganz am Anfang, bislang ist nichts verkauft.“

35 Ein- und sechs oder sieben Mehrfamilienhäuser geplant

Auf dem Areal sollen 35 Ein- und sechs oder sieben Mehrfamilienhäuser entstehen. Bis Anfang 2021 könnte der Bebauungsplan fertig sein, dann werden auch Anregungen und Einsprüche möglich sein. Erschlossen werden soll das Baugebiet über die Sender Straße. Gleichwohl räumt Thorsten Karmeier ein, dass die Zuwegung über den Maikäferweg wohl bestehen bleibt. „Ich kenne die Sorge der Anlieger, dass es zu einem höheren Verkehrsaufkommen kommen könnte“, sagt er.

Denn der Kindergarten-Neubau dürfte deutlich früher fertiggestellt sein als die Ein- und Mehrfamilienhäuser. Eltern würden ihre Kinder dann über Libellen- und Maikäferweg zur Kita bringen, das bedeutet mehr Autoverkehr.

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