CDU präsentiert ihre Ziele für die Kommunalwahl am 13. September
Mit dem Anspruch zu gestalten

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Die Wahlziele der CDU zur Kommunalwahl am 13. September sind klar umrissen: „Wir wollen jeden Wahlbezirk direkt holen, den Bürgermeister stellen, unsere Kreistagskandidaten und den Landrat durchbringen und in Schloß Holte-Stukenbrock die absolute Mehrheit halten.“

Dienstag, 01.09.2020, 06:00 Uhr
Das CDU-Wahlprogramm präsentieren (von links) Bürgermeister Hubert Erichlandwehr, stellvertretender Stadtverbandsvorsitzender Maik Dück, Fraktionsvorsitzender Lars Pankoke und Stadtverbandsvorsitzender Klaus Dirks. Foto: Monika Schönfeld

Das sagen Stadtverbandsvorsitzender Klaus Dirks, Stellvertreter Maik Dück und Fraktionsvorsitzender Lars Pankoke bei der Vorstellung des Wahlprogramms. „Wir haben eine gute, überzeugende Politik gemacht, die auf langfristige Ergebnisse setzt. Das haben wir auch gegen Widerstände durchgehalten.“ Die CDU, so sagt das Trio, bilde die Mehrheit der Bevölkerung in der Stadt ab.

Das Basta-Politik-Image weise ich von mir.

Lars Pankoke

„Wir als CDU sind offener und diskussionsfreudiger als noch vor Jahren. Unsere Politik-Stil hat sich geändert. Das Basta-Politik-Image weise ich von mir“, sagt Lars Pankoke, der von 40 Leuten in den Fraktionssitzungen berichtet, die natürlich nicht alle einer Meinung seien. Klaus Dirks: „Ich werde nicht müde zu sagen, dass wir das Ohr am Bürger haben. Wir sind gut vernetzt mit Vereinen, Verbänden und Kirchen.“

Zwei der 16 Kandidaten von 2014 treten nicht mehr an

Zur Kommunalwahl treten zwei der 16 Kandidaten von 2014 nicht mehr an, Hans Schäfer will nur noch für den Kreistag kandidieren. „In der zweiten und dritten Reihe haben wir viele junge Leute zwischen 30 und 40 Jahren, die für eine Verjüngung sorgen und die Partei damit zukunftsfest machen. Das merkt man auch daran, dass viele junge Leute bei uns aktiv mitarbeiten wollen. Wir sind als Partei attraktiv. Das merkt man auch daran, dass wir keine Probleme hatten, die Wahlbezirke zu besetzen“, sagt Dirks. Ein junger Mann, Markus Schulz, stehe auf Listenplatz 17, mit dem die CDU stark rechnet.

Im Wahlkampf andere Akzente gesetzt

Die jungen Leute haben auch beim coronabedingten, anderen Wahlkampf die Akzente gesetzt. „Wir haben Videos gedreht und sind aktiv auf Facebook, wo wir die Ziele der CDU darstellen. Das ist der Initiative der jungen Leute in der CDU zu verdanken“, sagt Klaus Dirks. Dennoch gebe es auch den klassischen Wahlkampf mit Ständen an zentralen Stellen der Stadtteile. „Wir vermeiden aber, an der Haustür zu klingeln. Das ist während der Corona-Pandemie doch zweischneidig.“ Die Kandidaten-Flyer werden persönlich verteilt. Ein Klön über den Gartenzaun ist möglich, wenn die Bürger sich gerade dort aufhalten.

Flut von Anträgen lächerlich

„Die CDU hat den Gestaltungsanspruch und -willen“, betont Maik Dück. Lars Pankoke sagt, dass die CDU die Stadt kommunal gestalte. „Wir gucken nicht nach Berlin oder Düsseldorf. Wir machen unabhängige Politik. Auf den Grundlagen der Christdemokratie macht jeder aus seiner Überzeugung das Beste für Schloß Holte-Stukenbrock. Die CDU passiert vor Ort.“ Die Flut von Anträgen vor der Kommunalwahl findet Pankoke teilweise lächerlich. „Anträge an den Rat sind dazu da, Pflöcke einzuschlagen und Grundsätzliches zu klären, nicht um ein Schild mit Erklärungen bei den Alltagsmenschen vor dem Rathaus zu erreichen. Da genügt ein Anruf im Rathaus.“

Die CDU wolle Bewährtes weiterentwickeln und Neues anstoßen. „Aber immer unter der Sichtweise, ob es realistisch ist. Wir bauen keine Luftschlösser. Das bedeutet aber auch mehr Arbeit im Vorfeld.“

Es gibt dicke Bretter zu bohren

Als erstes müssten die Familienpass-Richtlinien überarbeitet werden. „Der wird kaum in Anspruch genommen. Wir wollen, dass er attraktiver für einen großen Teil der Familien wird.“ Dicke Bretter gebe es zu bohren, um am Kreuzkrug doch noch ein Gewerbegebiet durchzusetzen. Die Digitalisierung, nicht nur in den Schulen, müsse abgestimmt und einheitlich sein. „Es bringt nichts, ohne Konzept einfach Laptops anzuschaffen.“ Etwa acht Grundschüler aus Stukenbrock-Senne werden zurzeit privat zur Michael­schule nach Liemke gebracht. „Wir brauchen einen Schülerbusverkehr.“

Die CDU sieht kleinere Stellschrauben wie auch große Konzepte. Das reicht von Toiletten auf dem Holter Kirchplatz für die Besucher des Wochenmarkts über Konzepte für den Einzelhandel und das Rathaus-Umfeld und das Stärken der Ortsteile. „Ich wäre froh, wenn wir die freiwilligen Leistungen wie 2019 auch künftig halten könnten“, sagt Dirks.

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