Stadt hat nach Vandalismus an Alltagsmenschen Strafanzeige gestellt
Jetzt wird per Video überwacht

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Es reicht! Der Vandalismus, der am Wochenende am Ensemble der fünf Alltagsmenschen am Rathaus stattgefunden hat, zieht Konsequenzen nach sich. Bereits an diesem Dienstag wird die Stadt zwei Videokameras installieren lassen, die den Bereich künftig überwachen wird. „Über diese Maßnahme war bereits bei der Eröffnung im Juni gesprochen worden. Wir hatten gehofft, dass mehr Respekt gezeigt werden würde. Vor allem gegenüber der Arbeit, die von den fünf Ortsgemeinschaften geleistet worden war. Aber dem ist offensichtlich nicht so“, sagt die Stadtmarketing-Beauftragte Imke Heidotting.

Dienstag, 01.09.2020, 05:00 Uhr
Imke Heidotting, Stadtmarketing-Beauftragte von Schloß Holte-Stukenbrock, ist sichtbar traurig. Dem Pollhans-Bürgermeister ist am Wochenende der Spazierstock entwendet worden. Nun werden Videokameras den Bereich überwachen. Foto: Monika Schönfeld

Der Figur des Pollhans-Bürgermeisters war in der Zeit zwischen Samstagabend und Sonntagmorgen der Spazierstock entwendet worden, die Einzelteile der zerschlagenen Kaffeekanne, die auf dem Tisch stand, wurden vor der Bushaltestelle an der Holter Straße gefunden. Beide Teile waren fest verschraubt und verklebt, so dass rohe Gewalt angewendet worden sein muss. „Wir haben bei der Polizei Strafanzeige gegen unbekannt gestellt“, sagt Imke Heidotting. Schließlich seien Werte verloren gegangen und die Kunstgegenstände müssten nun „auf Kosten des Steuerzahlers“ ersetzt werden. Auf der Suche nach einem neuen Spazierstock hofft die Stadt auf Mithilfe aus der Bevölkerung, denn ein gebogenes Stück sei nur schwer zu finden.

Es gibt Hinweise auf die Täter

Hinweise auf die mutmaßlich alkoholisierten Täter, die in einer Gruppe aufgetreten sein sollen, gibt es bereits. Keinesfalls sollen sie allerdings aus den Reihen der Besucher des Open-Air-Kinos stammen, das am Samstagabend im Bürgerpark stattgefunden hat. „Ich war selbst dort. Schon während der Film gezeigt wurde, hat man lautes Grölen vernommen“, so Imke Heidotting, die persönlich einen Einzeltäter ausschließt: „Keiner macht so etwas alleine. Das kommt meist aus einer Gruppe heraus, in der sich einige gegenüber den anderen beweisen wollen.“

Teller werden ausgetauscht

Unabhängig von den Geschehnissen am Wochenende sollen die aus Kunststoff bestehenden und bereits verschlissenen Teller, die auf dem Tisch der Alltagsmenschen stehen, gegen qualitativ hochwertige Exemplare aus Metall ausgetauscht werden. Die Stadt steht diesbezüglich bereits mit dem Atelier von Künstlerin Christel Lechner in Kontakt.

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