Wildblumenwiese am Sportpark steht in voller Pracht
Bolzplatz heute Naturparadies

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Wer in diesen Tagen am Sportpark am Ölbach vorbei kommt, wird unwillkürlich stehen bleiben, um das Naturschauspiel zu betrachten. Die Wildblumenwiese an den Kipshagener Teichen entfaltet sich derzeit in voller Pracht.

Mittwoch, 08.07.2020, 05:00 Uhr
Mittendrin im Naturparadies: Dennis Figge, seine Tochter Kiara und Michael Ottenstroer (rechts) vom Fachbereich Tiefbau und Umwelt der Stadt erfreuen sich an der bunten Blütenpracht im Sportpark am Ölbach. Foto: Uschi Mickley

Schon aus der Ferne fällt der Blick auf das bunte Blütenmeer. Das Kleinod zieht nicht nur die Blicke auf sich, sondern auch die Nützlingswelt. Die Pflanzen dienen als Nahrungsquelle für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge und andere Insekten , die emsig von Blüte zu Blüte fliegen.

Es blüht und summt am Sportpark am Stadion. Insekten brauchen die Abwechslung, die artenreiche Flächen bieten.

Es blüht und summt am Sportpark am Stadion. Insekten brauchen die Abwechslung, die artenreiche Flächen bieten. Foto: Uschi Mickley

Die Entwicklung der vergangenen Monate bezeichnet Michael Ottenstroer vom Fachbereich Tiefbau und Umwelt der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock als sehr zufrieden stellend: „Es ist uns sehr wichtig, die Wiese für unsere Bürger erlebbar zu machen.“ Damit die Flächen nicht betreten werden, wurden Rasenwege angelegt, die durch die Wiesen führen. Jüngst wurden zudem zwei massive Holz-Bänke vom Bauhof aufgestellt. Wer dort Platz nimmt und die leuchtende Vielfalt bewundert, ist plötzlich mittendrin im Naturparadies. „Der stellvertretende Bauhofleiter Berthold Dirkschnieder hat sich mit viel Herzblut für das Projekt engagiert“, sagt Michael Ottenstroer.

Hobbyfußballer Dennis Figge hat die Wiese, die ein Teil seines einstigen Trainingsplatzes ist, bei einem Ausflug entdeckt. „Ich habe hier früher Fußball gespielt. Jetzt bin ich überrascht, was aus der Fläche geworden ist“, staunt er über den Artenreichtum. Fasziniert beobachtet seine Tochter Kiara derweil das Summen und Brummen in den Blüten. „Ich finde es toll, dass damit auch etwas für die Umwelt und die Tiere getan wird“, freut sich die Sechsjährige.

Die bereits bestehende 0,4 Hektar große Dreiecksfläche an der Tennisanlage des TC Grün-Weiß Schloß Holte wurde um vier Areale erweitert. Zu einem besonderen Hingucker hat sich die bunte Wiese gegenüber dem Naturschutzgebiet Kipshagener Teiche entwickelt. Dort strahlen auch fremdländische Blumen in unzähligen Farben.

Kiara findet die Blumenwiese einfach schön und hilfreich für die Insekten.

Kiara findet die Blumenwiese einfach schön und hilfreich für die Insekten. Foto: Uschi Mickley

Auf einem Großteil der Flächen wurde Saatgut der „Paderborner Mischung“ mit mehr als 30 ausschließlich standortheimischen Arten aufgebracht. Dort zieht Spaziergängern jetzt der intensive, würzige Duft von Kamille in die Nase. Das Konzept setzt vor allem auf mehrjährige Pflanzen, die auch mit dem trockenen Sennesand gut zurechtkommen. Es handelt sich dabei um die Initiative „Wildblumen gegen Insektensterben“ in Zusammenarbeit mit der Naturschutzstiftung Senne und der Biologischen Station Kreis Paderborner-Senne. Prächtig blüht derzeit auch die seltene, zartrosafarbene Kuckucks-Lichtnelke.

Der Marktkauf hat das Projekt zudem mit einer Spende von 500 Euro gefördert. Insgesamt wurden von der Stadt mehr als 50 Wildblumenwiesen angelegt.

Die Stadt unterstützt ausdrücklich Bürger, die eine Wildblumenwiese im eigenen Garten anlegen möchten. Für weitere Informationen steht Michael Ottenstroer vom Fachbereich Tiefbau und Umwelt gern zur Verfügung, unter der Telefonnummer 05207/8905228 oder per E-Mail unter michael.ottenstroer@stadt-shs.de. 

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