Die Spezialisten fürs Sprühen entwickeln kontaktlose Einkaufswagen-Waschanlage
TEKAWE benebelt das Virus

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Sprayflasche und Papiertücher, Plastikhandschule – um sauber einkaufen zu gehen, verwandelt sich der Eingangsbereich eines Supermarktes oder Geschäfts in eine Hygienestation, die oft ihren Namen nicht verdient. Auch Einkaufswagen-Waschanlagen halten oft nicht, was sie versprechen. „Das können wir besser, wir sind die Spezialisten fürs Sprühen“, sagte sich Anja Kruse, Geschäftsführerin des Unternehmens TEKAWE , und setzte ihre Techniker darauf an, eine berührungslose, komfortable, optisch wertige und kostengünstige Lösung zu finden.

Freitag, 03.07.2020, 05:00 Uhr
Techniker Lars Brinkmeier aus der TEKAWE-Abteilung Entwicklung und Konstruktion, und Geschäftsführerin Anja Kruse zeigen das 3-D-Modell der Desinfektionsmittel-Sprühanlage „TEKA desinfecto Spray“, die jetzt auf den Markt kommt. Foto: Monika Schönfeld

„Ich gehe davon aus, dass uns das Thema Hygiene nicht nur in Pandemie-Zeiten beschäftigen wird“, sagt Anja Kruse. Die Technik aus dem Industriebereich lasse sich in Geschäften, in Schulen, in Bus und Bahn anwenden. „Ich habe beobachtet, dass die Geschäfte ganz unterschiedlich mit der Hygiene umgehen. Manche haben Türsteher. Personal kostet aber Geld. Jeder hat sein eigenes System. Manchmal werden die Einkaufswagen abgesprüht, mit Papiertüchern abgewischt. Manche Spenderanlage wird gestohlen, manche werfen Plastikhandschuhe nach Gebrauch einfach in den Einkaufswagen oder auf den Boden. Viel Müll wird produziert. Ich mag in gewisse Läden schon gar nicht mehr reingehen.“ Selbst Geschäfte, die schon eine Einkaufswagen-Waschanlage haben, klagen darüber, dass sie unkomfortabel ist. „Da ist der Boden klebrig oder ich muss Knöpfe drücken und habe das Gefühl, allein dadurch kann ich mich anstecken“, sagt Anja Kruse.

Anja Kruse, Sebastian Zielke und Markus Krogmeier (von links) an einer Sprühdüsen-Leiste, wie sie ähnlich in der Box verbaut wird.

Anja Kruse, Sebastian Zielke und Markus Krogmeier (von links) an einer Sprühdüsen-Leiste, wie sie ähnlich in der Box verbaut wird. Foto: Monika Schönfeld

Ihre Techniker haben die Desinfektionsmittel-Sprühanlage mit Namen TEKA desinfecto Spray entwickelt. Die Box, in die man die Einkaufswagen schiebt, sind kompakt und robust, stehen auf fixierbaren Rollen. Zuerst einmal gibt es sie aus Edelstahl. Die Box lässt sich aber in den Farben der Firma lackieren – je nach Wunsch des Kunden. Völlig kontaktlos über Sensor wird der Einkaufswagen besprüht und die Hände desinfiziert. „Wir arbeiten mit feinsten Sprühdüsen, die so fein benebeln ohne zu kleben, dass die Hände nicht abgetrocknet werden müssen“, erklärt Anja Kruse.

„Einkaufswagen sind immer etwas siffig. Unabhängig von Corona fühle ich mich als Kunde sicherer, wenn der Griff desinfiziert ist. Und es gibt ja noch andere Situationen – in Zeiten, in denen die Grippe oder Magen-Darm grassiert.“

Einkaufen soll zum Erlebnis werden

Anja Kruse weiß, dass solche Geräte so einfach wie möglich zu bedienen sein müssen, aber auch dem Markt nicht viel Arbeit machen dürfen. „Einkaufen soll zum Erlebnis werden. Das fängt mit einem sicheren und sauberen Gefühl an.“ Ihr Unternehmen könne auch den vollen Service bieten, die Boxen befüllen, wenn das Desinfektionsmittel aufgebraucht sei. „Niveauabfragen und andere Infos können direkt aufs Handy gehen. So haben die Mitarbeiter des Marktes nichts mehr damit zu tun.“ Denkbar sei, einen Wartungsvertrag abzuschließen, das Gesamtpaket könne daran angepasst werden, was der Kunde wünscht. Vorteil sei, dass das Innenleben der Anlage hinter verschlossener Tür ist. Oft schon seien Desinfektionsmittel-Behälter gestohlen worden.

Das Basismodel sei modifizierbar. So könne es angepasst werden, wenn nicht der Standard-Einkaufswagen behandelt werden müsse, auch die Größe der Körbe sei oft unterschiedlich.

Mit der Box werde die Umgebung sauber gehalten. „Das macht eine besseren Eindruck. Denn Einkaufen soll ja wieder Spaß machen. Und allein, dass man ein sauberes Gefühl hat, ist schon ein Wettbewerbsvorteil, eine positive Außendarstellung und zeugt von Kundenfreundlichkeit.“ Die Box sei ab 20. Juli lieferbar.

Parallel zur Behandlung von Einkaufswagen überlegen die Techniker bei TEKAWE, wie eine Desinfektion von Flächen – zum Beispiel Sitze und Tische im Restaurant, beim Frisör oder beim Arzt professionalisiert werden kann. Auch die Handdesinfektion sei verbesserungsfähig. „Aus den Industrielösungen können wir viel abwandeln.“ Anja Kruse ist überzeugt davon, dass die Menschen das Desinfizieren wie selbstverständlich in den Alltag übernehmen werden.

www.tekawe.de

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