Junge Bläser erfreuen in Schloß Holte-Stukenbrock Senioren mit musikalischem Ständchen Kleines Konzert, große Freude

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Zwei junge Musiker des Stukenbrocker Blasorchesters haben am Donnerstag im Caritas Seniorencentrum St.-Johannes Bewohnern und Pflegekräften eine große Freude bereitet. Im Raum der Tagespflege haben sich Fabian Grauthoff (20) und Simon Knoche (21) mit Tenorhorn und Bariton aufgestellt und bei weit geöffnetem Fenster ein kurzweiliges Blaskonzert geboten.

Von Uschi Mickley
Mit einem kleinen Ständchen haben Fabian Grauthoff (links) und Simon Knoche (rechts), Musiker des Stukenbrocker Blasorchesters St.-Johannes, Bewohner im Stukenbrocker Caritas Seniorencentrum erfreut. Bewohner Horst Randon und Anke Heiden genießen die Abwechslung.
Mit einem kleinen Ständchen haben Fabian Grauthoff (links) und Simon Knoche (rechts), Musiker des Stukenbrocker Blasorchesters St.-Johannes, Bewohner im Stukenbrocker Caritas Seniorencentrum erfreut. Bewohner Horst Randon und Anke Heiden genießen die Abwechslung. Foto: Uschi Mickley

Sichtlich gespannt und erfreut sitzen rund 30 Zuhörer mit einem Sicherheitsabstand auf der Gartenterrasse beisammen und lauschen der stimmungsvollen Musik. Unter dem Sonnensegel genießen sie altbekannte Volkslieder wie „Der Mai ist gekommen“ oder „Hoch auf dem gelben Wagen“. Mit lachenden Gesichtern und viel Applaus werden die beiden Horn-Bläser für ihre Darbietung belohnt. „Das Wichtige ist, dass wir in der Corona-Krise zusammenhalten und ein Zeichen der Solidarität setzen, um den Senioren etwas Abwechslung bieten“, erläutert Simon Knoche das Engagement. Nachdem das Sommerkonzert des Ensembles aufgrund der Pandemie abgesagt werden musste, sei die Idee entstanden, ein kleines Ständchen zu spielen.

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Es ist eine sehr schöne Geste, dass die Musiker heute für uns spielen.

Horst Randon (84)

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Dass die Kontaktsperre der vergangenen Wochen die Bewohner der Stukenbrocker Einrichtung besonders hart getroffen hat, bestätigt auch Horst Randon. Schließlich dürfen sie seit Wochen keinen Besuch mehr bekommen. „Es ist eine sehr schöne Geste, dass die Musiker heute für uns spielen“, sagt der 84-Jährige und lacht. Anke Heiden, Leiterin vom Sozialen Dienst, erklärt in diesem Zusammenhang: „Wir sind froh, dass in unserem Haus niemand an Corona erkrankt ist.“

Große Solidarität habe das Seniorencentrum erfahren. Viele Menschen hätten selbst genähte Masken vorbeigebracht. An zwei Besucherfenstern können Bewohner inzwischen nach Terminabsprache Kontakt mit ihren Angehörigen halten. Einige Senioren und Angehörige, so Anke Heiden, hätten sich von den aktuellen Lockerungen jedoch mehr versprochen. Sie wisse, dass der temporäre Verlust des Familienanschlusses schmerze. „Doch es geht auch darum die Bewohner zu schützen, da sie besonders gefährdet sind.“

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