Nachbarschaftshilfe Schloß Holte-Stukenbrock offiziell für beendet erklärt
Danke mit Merci

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Als Mitte März die Corona-Krise richtig Schwung aufnahm, reagierte Janina Heistermann als eine der Ersten in Schloß Holte-Stukenbrock. Die Biologie- und Sportlehrerin rief die Facebook-Gruppe „ Nachbarschaftshilfe Schloß Holte-Stukenbrock “ ins Leben. Wenig später wurde gemeinsam mit den Partnern Fortuna SHS, der AG der Wohlfahrtsverbände und der Stadt eine Hotline eingerichtet mit dem Ziel, Bürgerinnen und Bürger beim Einkauf zu unterstützen. Nun sind die Aktivitäten der Nachbarschaftshilfe offiziell beendet worden.

Donnerstag, 07.05.2020, 17:13 Uhr aktualisiert: 07.05.2020, 17:18 Uhr
Haben die Nachbarschaftshilfe am Donnerstag offiziell für beendet erklärt: Wilhelm Gunkel (von links), Frank Dieckmann (beide Fortuna SHS), Janina Heistermann (Initiatorin der Facebook-Gruppe), Christiane Vornholt (Leiterin Fachbereich Soziales), Sabine Amann (Fachbereich Soziales), Alejna Memeti (Auszubildende der Stadt) und Mechtild Reker (Caritas). Foto: Dirk Heidemann

Der Grund: In letzter Zeit wurde die Nachbarschaftshilfe gar nicht mehr in Anspruch genommen. „Nur eine halbe Stunde, nachdem die Nachricht veröffentlich wurde, hat sich aber eine Dame gemeldet und gesagt, dass sie jemanden zum Einkaufen braucht“, berichtet Christiane Vornholt. Die Leiterin des Fachbereichs Soziales ergänzt daher: „Sollte Bedarf bestehen, dann werden wir natürlich aktiv. Und wenn es tatsächlich zu einer zweiten Infektionswelle kommt, dann würde die Nachbarschaftshilfe sicherlich auch wieder aufgebaut werden, denn die organisatorischen Angelegenheiten sind ja vorhanden.“

Danke an die vielen ehrenamtlichen Helfer

Am gestrigen Donnerstag hieß es jedoch erst einmal Danke sagen. Danke an die vielen ehrenamtlichen Helfer. Stellvertretend nahmen Wilhelm Gunkel, Frank Dieckmann (beide Fortuna SHS), Mechtild Reker (Caritas) und natürlich Janina Heistermann eine große Tafel Merci-Schokolade sowie einen Dankesbrief der Stadt in Empfang, den sie an die beteiligten Personen der Nachbarschaftshilfe weitergeben sollen.

Wir werden auf dem kleinen Dienstweg weiter ansprechbar bleiben.

Wilhelm Gunkel

„Wir werden auf dem kleinen Dienstweg weiter ansprechbar bleiben“, teilte Wilhelm Gunkel im Namen des Vorstands von Fortuna SHS mit. „Viele Leute haben darauf gewartet, etwas tun zu können. Doch oftmals war bereits die Unterstützung durch die Familien groß. Es ist positiv, dass die Menschen gut versorgt werden. Dennoch hat es auch schöne Begegnungen gegeben, beispielsweise mit einer Tochter der Nachbarin, mit der man sonst nie etwas zu tun hatte“, sagt Mechtild Reker. Bei allen Angeboten an ältere und scheinbar hilfsbedürftige Menschen müsse indes stets auch die Selbstständigkeit der Personen respektiert werden.

„Es gibt durchaus Leute, die sagen: Lasst mir meinen Einkauf. Das ist die einzige Gelegenheit, um mal raus zu kommen“, so Reker. Dennoch sei es wichtig gewesen, alle Ehrenamtlichen, die es immer schon in Schloß Holte-Stukenbrock gab, mit ins Boot zu holen. Unter der E-Mail-Adresse reker@caritas-guetersloh.de oder telefonisch unter 05241/988315 ist Mechtild Reker gerne bereit, weiter Hilfe zu vermitteln.

Wir sollten die Ehrenamtlichen mitnehmen.

Christiane Vornholt

„Vielleicht lassen sich die ehrenamtlichen Helfer jetzt auch für andere Aufgaben begeistern“, dachte Christiane Vornholt laut nach und nannte beispielhaft den Gehtreff: „Wir sollten die Ehrenamtlichen mitnehmen. Das hätte einen Nutzen für alle und nicht nur für die Nachbarschaftshilfe.“ Als positiv wird die Leiterin des Fachbereichs Soziales die Videokonferenzen in Erinnerung behalten, an denen neben Heistermann, Gunkel, Dieckmann und Reker auch Ceylan Hasanovic (DRK) teilnahm. „Das waren tolle Gespräche voller Energie. Ich denke, das haben die Bürger auch gemerkt“, meinte Christiane Vornholt, die zudem Sabine Amann (Fachbereich Soziales), Cindy Nwagbara und Alejna Memeti (beide Auszubildende) dankte, die die Hotline der Stadt besetzten.

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