Christoph Bonensteffen aus Schloß Holte-Stukenbrock spendet Schutzmasken an das Klinikum und die Feuerwehr Detmold
Nachmachen erwünscht

Schloß Holte-Stukenbrock/Detmold (WB/dh). Christoph Bonensteffen möchte eigentlich gar nicht namentlich erwähnt werden. Denn das, was er getan hat, ist für den 35-Jährigen in Zeiten der Corona-Krise im Grunde selbstverständlich. Doch der Unternehmer aus Schloß Holte-Stukenbrock erhofft sich durch seine Aktion einen kleinen Dominoeffekt in seiner Branche.

Mittwoch, 01.04.2020, 06:00 Uhr aktualisiert: 01.04.2020, 07:48 Uhr
Die Mitarbeiter der Feuerwehr Detmold, Andreas Donath (links) und Waldemar Holzwert (rechts), freuen sich über die Spende von Christoph Bonensteffen (Mitte). Foto: Feuerwehr Detmold

Der Inhaber einer Metall-, Abbruch- und Recyclingfirma hat in der vergangenen Woche 200 Atemschutzmasken an das Klinikum Detmold gespendet. Und am Montag war die Feuerwehr Detmold dran: die Rettungsdienstmitarbeiter durften sich über 100 Masken und mehr als 300 Schutzanzüge freuen.

Ich möchte die anderen Abbruchunternehmer in der Region aufrütteln.

Christoph Bonensteffen

„Ich möchte die anderen Abbruchunternehmer in der Region aufrütteln und ermutigen. In diesem Fall sollten wir nicht gegenein­ander, sondern mitein­ander arbeiten“, fordert Christoph Bonensteffen die Mitbewerber auf. Aus den Medien hatte er erfahren, dass gerade im Bereich der Rettungsdienste und Krankenhäuser Masken sowie Anzüge dringend benötigt werden.

Masken sind Wegwerfartikel

Als ihm dann noch ein befreundeter Arzt aus dem Klinikum Detmold erzählte, dass dort zum Schutz der Angestellten händeringend entsprechendes Material gebraucht wird, wurde Bonensteffen aktiv. „Für uns sind die Masken Wegwerfartikel, bereits nach dem Frühstück setzen unsere Mitarbeiter neue auf“, so der Unternehmer, dessen Firma derzeit nicht in der Asbestsanierung tätig ist und daher auf die Masken mit der höchsten Klassifizierung FFP3 (größtmöglicher Schutz vor Atemluftbelastung) verzichten kann. „Im August, wenn wir die Masken wieder benötigen, wird sich die Lage hoffentlich entspannt haben.“

Feuerwehr bedankt sich

Nachdem das Klinikum versorgt war, nahm der Geschäftsmann Kontakt zum Gesundheitsamt des Kreises Lippe auf. Das stellte die Verbindung zur Feuerwehr her. Dort wurde die Spende am Montag entgegengenommen. „Das war eine echte Überraschung. Alle Rettungsdienstmitarbeiter können nun eine Schutzmaske sowie eine Schutzbrille tragen. Dafür bedanken wir uns bei Herrn Bonen­steffen“, teilt Ulrich Sprenger, Pressesprecher der Feuerwehr Detmold, mit. Nachmachen sei ausdrücklich erwünscht – und auch Christoph Bonensteffen hofft auf viele Nachahmer.

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