Musiker des Städtischen und des St.-Johannes-Blasorchesters machen in Schloß Holte-Stukenbrock mit Funken Hoffnung: Flashmob am Fenster

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Ein Götterfunke Hoffnung: Mit Beethoven haben Musiker in der Stadt gegen die Coronakrise angespielt. Der Flashmob am Fenster verbindet trotz der räumlichen Entfernung. Ein Orchester überspannt die ganze Stadt.

Von Monika Schönfeld
Katrin Krusenotto ist Vorsitzende des St.-Johannes-Blasorchesters Stukenbrock. Sie selbst spielt Saxophon. Als sie vor die Tür tritt, um sich (aus angemessener Entfernung) fotografieren zu lassen, erklingen bereits die ersten Takte ihrer Kollegen.
Katrin Krusenotto ist Vorsitzende des St.-Johannes-Blasorchesters Stukenbrock. Sie selbst spielt Saxophon. Als sie vor die Tür tritt, um sich (aus angemessener Entfernung) fotografieren zu lassen, erklingen bereits die ersten Takte ihrer Kollegen. Foto: Monika Schönfeld

Das Städtische Blasorchester hätte am Sonntag ihr Frühjahrskonzert gegeben, wäre das Virus nicht dazwischen geraten. Stattdessen habe die Musiker zuhause gespielt und eine Sequenz aufgenommen. Besim Mazhiqi hat die einzelnen Musiker wieder zu einem virtuellen Orchester zusammengeführt. Daheimbleiben ist in der Coronakrise das Gebot der Stunde. Das bedeutet viel Einsamkeit und wenig Kontakt zu Kultur. Die Aktion änderte das für ein paar Minuten: Aus Fenstern, von Balkonen und von Terrassen erschallte Beethovens „Ode an die Freude”. Stefan Burckardt hatte seine Musikerkollegen vom St.-Johannes-Blasorchester aufgefordert, für das WESTFALEN-BLATT Selfies von der Aktion zu machen. „Ich habe die Bilder gesammelt. Es hat mich sehr berührt. Ich bin stolz, Mitglied in diesem Orchester zu sein“, sagt er.

„Ode an die Freude” – Hymne der Europäischen Union

Das Musikstück „Ode an die Freude”, auch als „Freude schöner Götterfunken” bekannt, ist wohl eines der bekanntesten klassischen Musikstücke der Welt. Die Musik stammt aus der 9. Symphonie des Komponisten Ludwig van Beethoven und dient als Hymne der Europäischen Union.

Künftig wird das Stück vielleicht noch als Zeichen der Hoffnung in der Coronakrise gelten. In ganz Deutschland verabredeten sich mehr oder weniger begabte Musiker, um gemeinsam die „Ode an die Freude” zu singen oder auf einem Instrument zu spielen. Manch einer aus Schloß Holte-Stukenbrock hat nach einigen Jahren Abstinenz sogar wieder seine Querflöte genutzt.

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