Täglich um 19.30 Uhr ein Zeichen der Solidarität in Schloß Holte-Stukenbrock Glocken läuten als Einladung zum Gebet

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Pastorale Raum und die evangelischen Kirchen in Verl und Schloß Holte-Stukenbrock haben unter dem Motto „Glocken und Gebet – ein Zeichen der Solidarität und Verbundenheit“ eine gemeinsamen Gebets-Initiative erstellt.

Auch die Glocken in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist läuten ab sofort jeden Abend um 19.30 Uhr.
Auch die Glocken in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist läuten ab sofort jeden Abend um 19.30 Uhr. Foto: Monika Schönfeld

Da aufgrund der Corona-Krise nicht nur das öffentliche, sondern auch das kirchliche Leben zum Großteil ausgesetzt ist, haben die Kirchen in NRW überlegt, wie sie ihren Auftrag die nächste Zeit wahrnehmen können. „Auch wenn die menschlichen Kontakte auf das Notwendigste beschränkt bleiben, bleibt der Kontakt zu Gott bestehen und wird für viele in den nächsten Wochen wichtig sein. Wenn wir auch keine körperliche Nähe zeigen können, können wir doch im Geiste verbunden sein. Was wir tun können, ist, mit unseren Sorgen und Ängsten zu beten. Beten für unser Land, unseren Wohnort, unsere Familien und Freundeskreise, für die Erkrankten und Betroffenen und besonders für die jetzt besonders geforderten Personen im Gesundheitswesen, für Entscheidungsträger und alle, die jetzt eine wichtige Aufgabe wahrnehmen“, heißt es in einer von Gemeindereferentin Liliane Baumann verfassten Mitteilung.

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Vielleicht schafft diese kleine Geste untereinander ein Zeichen der Verbundenheit.

Liliane Baumann

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Daher werden nun an jedem Abend um 19.30 Uhr für zehn Minuten die Glocken aller Kirchen in Verl und Schloß-Holte-Stukenbrock läuten. Weil die Westfälische Landeskirche und das Erzbistum Paderborn sich auf 19.30 Uhr verständigt hatten, wird die ursprünglich in Verl und Schloß Holte-Stukenbrock geplante Zeit von 18 Uhr dahingehend geändert. Das Glockengeläut ist die Einladung, zu dieser Zeit ein Gebet zu sprechen und aneinander zu denken. Auch kann zu dieser Zeit eine Kerze entzündet und sichtbar ins Fenster gestellt werden. „Vielleicht schafft diese kleine Geste untereinander ein Zeichen der Verbundenheit“, wünscht sich Liliane Baumann.

Zudem wird darauf hingewiesen, dass während der Corona-Krise alle Seelsorger und Seelsorgerinnen über Telefon und per E-Mail erreichbar sind. Die entsprechenden Kontakte sind in den Pfarrbriefen, Gemeindebriefen, auf den Homepages der Kirchengemeinden und im Telefonbuch unter „Kirche“ zu finden.

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