Beeindruckende Aufführung der Gymnasiasten und Schüler der Gesamtschule in Schloß Holte
Klare Kante gegen Rassismus gezeigt

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Rassismus sei gerade jetzt so aktuell wie nie zuvor, sorgt sich der stellvertretende Bürgermeister Hans Schäfer in seiner Begrüßungsrede in der Schulaula. Dann kann er sich selbst davon überzeugen, dass in Schloß Holte-Stukenbrock dem Rassismus vorgebeugt wird: In dem gemeinsamen Projekt „Gesicht zeigen – Stimme erheben“ des Gymnasiums und der Gesamtschule zeigen die teilnehmenden Schüler und Schülerinnen klare Kante – gegen Ausgrenzung, Hass und Diskriminierung.

Sonntag, 08.03.2020, 17:40 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 17:42 Uhr
Zusammen sind wir stark: Die Tanzgruppe „Al Carmel“ wirbelt zusammen mit den Schülern des Gymnasiums und der Gesamtschule über die Bühne der voll besetzten Aula. Alle Aufführungen belohnt das begeisterte Publikum mit reichlich Applaus. Foto: Uwe Caspar

Tanzprojekt gegen Rassismus

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„Ich bin stark beeindruckt“, resümiert Hans Schäfer. Der von Protagonisten und Publikum gemeinsam gesungene Klassiker „We shall overcome“ beschließt den stimmungsvollen Abend. Danach bedanken sich die Lehrerinnen Daniela Hartmann (Gesamtschule, mit Schülern aus rund 40 Nationen) und Christina Gellert (Gymnasium, hier büffeln Schüler aus 29 Nationen) mit Blumen bei den Darstellern. „Trotz einiger technischen Probleme war das eine tolle Aufführung. Die Jugendlichen haben das super gemacht“, lobt das Pädagoginnen-Duo.

Die Tücken der Technik; Justin Hermey muss unplugged sprechen, weil das Mikrofon noch nicht richtig funktioniert, Doch seine Botschaft ist gut zu verstehen, Sie lautet: „Egal, ob Türke oder Russe – gemeinsam sind wir stark.“ Vorhang auf: Nach der Body Percussion – das Statement mit Hand und Fuß tragen Schüler der Gesamtschule gekonnt vor – wirbelt die Volkstanzgruppe „Al Carmel“ über die Bühne. Sie führen zusammen mit Schülern einen lebhaften arabischen Tanz auf „Wir finden es gut, dass auch mal andere Tänze gezeigt werden“, haben auch die mitwirkenden Melanie und Melana ihren Spaß.

Mutiger Auftritt von Abil Hasanov

Zwischendurch betritt Abil Hasanov das Podium, um ein paar Worte an das Auditorium zu richten. Ein mutiger Auftritt, denn sein Deutsch ist noch nicht so gut. Hasanov musste mit einer Familie vor zweieinhalb Jahren Aserbaidschan aus politischen Gründen verlassen. Seine beiden Söhne besuchen jetzt die Gesamtschule. Im Maskenspiel des Jahrgangs 8 der Gesamtschule geht es um Diskriminierung, aber auch um Solidarität: Die maskierten Darsteller sind sich am Ende einig; Das Land brauche mehr Helden, um gegen den auswuchernden Rechtsextremismus anzukämpfen.

Gülsüm möchte Krankenschwester werden

Auch Yousif Shwan, Gülsüm Eva Türker und Donika Memaj melden sich auf der Bühne zu Wort. Gülsüm erzählt, dass sie sich nach dem Abitur zur Krankenschwester ausbilden lassen möchte, die aus dem Kosovo stammende Donika träumt von einer eigenen Wohnung und der gebürtige Iraker Yousif bedankt sich geradezu überschwänglich für die freundliche Aufnahme in Deutschland: „Für mich wurde viel getan, jetzt will ich anderen Menschen helfen!“ Das wollte er auch bei der Flucht nach Italien in einem voll besetzten Boot: „Ich wollte auf die anderen Leute aufpassen, falls sie über Bord gingen.“ Gut, dass bei der Überfahrt niemand ins Meer fiel. Denn damals konnte Yousif noch nicht schwimmen.

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