Ehrenoberst der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Stukenbrock
Franz Bonensteffen gestorben

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/ms/ibe). Im Alter von 85 Jahren ist Franz Bonensteffen gestorben. Der Ehrenoberst der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Stukenbrock wird am Dienstag, 10. März, um 14.30 Uhr von der Friedhofskapelle Stukenbrock aus beerdigt. Anschließend ist das Requiem in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist.

Donnerstag, 05.03.2020, 06:00 Uhr
Franz Bonensteffen ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Foto: Renate Ibeler

„In Stukenbrock spricht man drei Sprachen“, sagte Franz Bonensteffen zur Würdigung seines 80. Geburtstages am 15. März 2014. „Hochdeutsch, Platt und über andere Leute.“ Ein niederrheinisches Sprichwort hat Franz Bonensteffen aus Spaß abgeändert und das ursprüngliche geflügelte Wort, „Der Mann ist begabt“, abgewandelt in „Die Stukenbrocker sind begabt“. „Die plattdeutsche Sprache kann natürlich heute nicht mehr jedermann“, räumte er damals ein. Er hat aber als Mitglied der Interessengemeinschaft „Plattdeutscher Kreis“ des Heimat- und Verkehrsvereins mit anderen Gleichgesinnten die Mundart lebendig erhalten.

1975 hat er der Bruderschaft einen Wanderpokal gestiftet

Seit 1952 war Franz Bonensteffen Mitglied der St.-Johannes-Schützenbruderschaft Stukenbrock. Das Stukenbrocker Urgestein wurde zum Ehrenoberst der Schützen ernannt. 1975 hat er als amtierender Kaiser mit seiner Ehefrau Maria der Bruderschaft einen Wanderpokal gestiftet und damit das Kaiseradlerpokalschießen ins Leben gerufen. 2009 hatte er das St.-Sebastianus-Ehrenkreuz erhalten und dann nicht mehr für das Amt des Oberst kandidiert.

Franz Bonensteffen ist in der Landwirtschaft groß geworden. Nach der Schule stieg er zunächst in den landwirtschaftlichen Betrieb der Eltern ein. Danach war er 32 Jahre als Bauhofleiter der Gemeinde tätig. In dieser Zeit wurde er auch Gemeinderatsmitglied der Christlich Demokratischen Union Deutschlands (CDU). Als man ihm nahelegte, als Schöffe in Bielefeld tätig zu werden, sagte er für zwei Legislaturperioden zu. „Das war eine sehr interessante Zeit“, sagte Bonensteffen.

Sohn Andreas führt das Bestattungsunternehmen weiter

1956 heiratete er Maria Dirkschnieder und gründete mit ihr eine Familie. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Veronika, Lothar und Andreas. Sohn Andreas führt das Bestattungsunternehmen in Stukenbrock weiter, das Franz Bonensteffens Vater 1957 gegründet hat. Schon vor dieser Zeit war er – weil im Besitz von Pferd und Wagen – für den Transport der Verstorben zum Friedhof zuständig. „Damals gab es noch keine Kapelle“, sagte Franz Bonensteffen. Die Verstorbenen wurden zu Hause aufgebahrt und mussten von dort abgeholt werden. Mit Ehefrau Maria hat Franz Bonensteffen bis zuletzt ausgeholfen, wenn bei einer Bestattung Hilfe benötigt wurde.

Franz Bonensteffen hat alte landwirtschaftliche Geräte gesammelt und sie teilweise für Umzüge und zur Präsentation im Heimathaus zur Verfügung gestellt, um jungen Menschen zu zeigen, wie beschwerlich früher die Arbeit auf dem Lande war. Bei Jugendlichen Verständnis zu wecken, war sein Anliegen, nicht nur bei seinen Enkeln und Urenkeln.

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