Im Tatort Pfarrkarneval Stukenbrock tummeln sich SEK, Polizei und jede Mange Ganoven
Erst seziert, dann serviert

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Knallharte Action, kriminalistischer Spürsinn, und spaßige Schockeffekte waren Trumpf beim 43. Stukenbrocker Pfarrkarneval. Dabei hat sich die Schützenhalle als ideale Kulisse für einen närrischen Tatort mit echten Gänsehausmomenten erwiesen.

Sonntag, 16.02.2020, 20:36 Uhr aktualisiert: 17.02.2020, 08:34 Uhr
Kriminalistischer Spürsinn: Die Poppnasen mit ihrem Sketch „Der Fleck“ rufen das Militär auf den Plan. Foto: Uschi Mickley

Pfarrkarneval in Stukenbrock

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Unter dem Schutz der Partypolizei im Komiksariat 11 haben 390 fantasievoll kostümierte Jecken am Samstagabend eine Mordsgaudi gefeiert. Spannend wird es schon vor Beginn des dreistündigen Programms. Das „Kommando“, auf den Eintrittskarten Fingerabdrücke abzugeben, wird von den Komparsen im Publikum bereitwillig befolgt.

Ein spaßiger Schauer läuft den Gästen in der „Gerichtsmedizin“ über den Rücken. In stilechter Atmosphäre werden dort neben abgedeckten „Leichen“ Schnitzel und Würstchen von Medizinern in grünen Kitteln „seziert“.

Die Moderatoren Verena Pauleikhoff und Christian Nagel haben sichtlich Spaß, die bestens aufgelegten Narren durch die Ermittlungen zu führen. Dann geht es Schlag auf Schlag. „Die letzten Drücker“, die „Poppnasen“, die „Joke Cookies“ und die Theatertanten der Kfd bringen urkomische Späße auf die Bühne, die das Zwerchfell des Publikums strapazieren.

„Die Schwaben passen nicht in die Stadt, denn Stukenbrock hat nicht so viel Platz für Leute mit Motivationshintergrund“, verkünden die Poppnasen vollmundig. Denn in dieser Gegend gibt es Perversionen, wie Fleiß und Pünktlichkeit. Schon gar nicht passe es zur Stukenbrocker Leitkultur beim Karneval in Tüten, statt traditionsgemäß in Vorgärten zu spucken.

Urkomisch und aus dem Leben gegriffen auch der Sketch „ökologischer Banküberfall“, von den „letzten Drückern“ präsentiert. Da wird der Gangster doch glatt in die Flucht geschlagen, als er das Geld in eine Plastiktüte, statt korrekterweise in einen Jubelbeutel stopfen will.

Bei den Showtänzen wird ebenfalls für Abwechslung gesorgt. Begeistert beklatscht das Publikum die Stukenbrocker Tanzgarde der Turngemeinschaft Sende, die in drei altersgemischten Gruppen über die Bühne wirbelt. Einfach hinreißend sind die Choreografien, die schon mit akrobatischen Elementen aufwarten. Mit Petticoat entführt die Tanzsportgruppe Lets Fetz die Zuschauer in die Welt der 50-er Jahre. Optischer Höhepunkt ist die sensationelle Darbietung der Surprise Dancer, die in prachtvollen Kostümen die Welt des Wilden Westens präsentiert.

Das Beste kommt bekanntlich zum Schluss. „SHS, mit freundlichen Grüßen, die Stadt liegt uns zu Füßen … Rita W. bringt die Bons zu Angie M…“, schmettern die Poppnasen zur Melodie „MfG“ von „Die Fantastischen Vier“ in die Menge. Mit dem eigens zum 50-jährigen Stadtjubiläum verfassten Hip-Hop-Song gerät das Publikum vollends aus dem Häuschen. Wieder einmal haben sich die Aktiven mit rund 80 Akteuren und Helfern selbst übertroffen. Fazit der Ermittler beim großen Finale: Sonder-Einsatz-Karneval 2020 überaus erfolgreich beendet.

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