Theatertanten meistern auch schwere See auf dem Kreuzfahrtschiff „MS Hubert“
Leinen los und mit Volldampf voraus!

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Den schweren Seegang haben bei der Premiere der Theatertanten in der Schützenhalle Stukenbrock die Zuschauer verursacht, die mit Gelächter und Applaus das Kreuzfahrtschiff „MS Hubert“ so richtig in Fahrt gebracht haben. Edles Ambiente, zuvorkommender Service und ein tolles Bordprogramm – was will man da noch mehr?

Donnerstag, 06.02.2020, 20:17 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 20:20 Uhr
Den Dackel Schröder fest im Arm: Simon Oekenpöhler alias Louisa Detlefsen muss das Pflaster von der Stirn entfernt werden. Doktor Peter Heistermann (Christiane Hesselmann) greift zur Betäubungsspritze. Foto: Monika Schönfeld

Mit Volldampf voraus mit den Stukenbrocker Theatertanten

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Stimmt – da war doch was mit Klimaschutz. Also schippert das Kreuzfahrtschiff mit dem Kussmund am Bug auf dem Ölbach, legt einen Badetag an den Sammelteichen ein und setzt bei der Dekoration auf Fähnchen aus Stoff, verzichtet auf Luftballons und auf Plastikgeschirr und lässt die schnodderige Klimajugend damit weit hinter sich. Sogar das Bühnenbild ist recycelt – es hat schon einmal dem Pfarrkarneval als Kulisse gedient.

„Seemann, lass’ das Träumen“, die Filmmusik des „Traumschiffes“ oder Santianos „Leinen los“ stimmt die 195 Zuschauer auf eine lustige Seefahrt ein. Bis auf die Geistlichkeit Johannes Epkenhans und Hermann Josef Klöpper sind es nur Mädels an den Tischen.

Originale mit an Bord

Was wäre eine Kreuzfahrt durch das närrische Stukenbrock ohne die Originale, die alle mit an Bord sind. Simon Oekenpöhler muss zum Bordarzt, um ein Pflaster entfernen zu lassen. Nur Schröder kann ihm Trost bieten, eine Betäubungsspritze kann ihm auch nicht helfen. Der Löschzug Stukenbrock ist dabei, ganz niedergeschmettert von einem schweren Unfall mit mehr als 3000 Opfern nach dem Unfall eines Bierwagens. Kämmerer Olaf Junker muss sich bei Rita Wölke die Steuerbelastung von „Coffee to Go“ oder Sofortverzehr erläutern lassen und bekommt auch noch einen Beleg. Gerd und Anne Muckermann lassen sich im Bordrestaurant verwöhnen – mit einer Süd-Westfälischen Möckerländer Wildflugente. Rudi Wüllner und Petra Held versuchen die Frisur eines Studenten in einer Notambulanz zu retten, Hilde Brechmann und Anne Oekenpöhler alias Vera Widera und Katja Knoche wissen einiges aus dem Dorf zu berichten. Schon als Tratschtanten sind die beiden Theatertanten vor dem ersten Landgang schon gut in Fahrt.

Zwischenzeitlich wähnt sich der Zuschauer statt auf einem Kreuzfahrtschiff auf einer Arche, wenn sich Bär, Hase und Hirsch ausmustern lassen wollen.

Was wäre ein schwimmendes Hotel, wenn es nicht die gegenseitigen Belästigungen gäbe: Die Pingpong-Bälle des TTSV Schloß Holte-Sende landen in den Cocktailgläsern auf dem Sonnendeck, aber eine Etage höher kommt’s noch schlimmer. Da spielen die Altherren des FC Stukenbrock Boccia.

Wie Hopfen dich formte

Beziehungskrisen gibt’s immer auf engem Raum. Nur Hertha und Eberhard scheinen ein Traumpaar zu sein, das sich zwar manchmal in den Haaren liegt, aber doch jede Rundung aneinander liebt. „Wohlgerundet sei das Weib. Es wär ja deppert, wenn man hingreift und es scheppert.“ Oder: „Wie Gott dich schuf und Hopfen dich formte.“

Nur ganz manchmal wurde es ein bisschen schlüpfrig – zum Beispiel die Sache mit dem String-Ding oder die mit der pulverisierten Viagra, die der Alte sich durch die Nase reinzieht, weil Sex ab einem bestimmter Alter nur noch ein Kopfding ist.

Weitere Vorstellungen gibt es diesen Freitag ab 19 Uhr nur für Frauen und am Samstag, 8. Februar, ab 19 Uhr für alle in der Schützenhalle Stukenbrock.

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