„Abitur – und wie weiter?“: Gymnasium bietet Schülern der EF mit Sponsoren Berufswahlmodule Lebenslauf ohne Warteschleifen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/ms). Madelene Janzen (15) sagt, sie sei hin- und hergerissen gewesen. „Ich hatte Angst, mich für den falschen Beruf zu entscheiden.“ Nach dem Workshop und dem Einzelgespräch im Programm „Abitur – und wie weiter?“ sei sie sicherer geworden. „Es geht Richtung Industriekauffrau. Vor allem das halbstündige Gespräch hat mir viel gebracht.“ Ähnlich geht es Christina Iwanjuk (17), ebenfalls im ersten Jahr der Oberstufe des Gymnasiums (EF). „Mir hat es etwas gebracht, Berufe auszuschließen, die für mich gar nicht in Frage kommen. Es geht vermutlich Richtung Architektur.“

Zum elften Mal heißt es am Gymnasium „Abitur – und wie weiter?“: Studien- und Berufswahlkoordinatorin Antje Volbert, Dr. Burghard Lehmann (Osthushenrich-Stiftung), Schulleiter Dr. Michael Kößmeier, Schülerin Christina Iwanjuk, Werner Twent (Kreissparkasse Wiedenbrück), Schülerin Madelene Janzen, Sabine Nathaus-Hünnemann (Dimension 21) und Ute Walther (Personalentwicklung Ari-Armaturen, von links).
Zum elften Mal heißt es am Gymnasium „Abitur – und wie weiter?“: Studien- und Berufswahlkoordinatorin Antje Volbert, Dr. Burghard Lehmann (Osthushenrich-Stiftung), Schulleiter Dr. Michael Kößmeier, Schülerin Christina Iwanjuk, Werner Twent (Kreissparkasse Wiedenbrück), Schülerin Madelene Janzen, Sabine Nathaus-Hünnemann (Dimension 21) und Ute Walther (Personalentwicklung Ari-Armaturen, von links). Foto: Monika Schönfeld

Bereits im elften Durchgang bietet das Gymnasium seit 2009 „Abitur – und wie weiter?“ an, sagt die Studien- und Berufswahlkoordinatorin Antje Volbert. Ziel ist, die Basis für die Berufswahlorientierung zu legen und somit einen nahtlosen Anschluss nach dem Abitur in Beruf, Studium oder soziales oder ökologische Jahr zu gewährleisten. „Wir wollen Warteschleifen und Abbrüche vermeiden“, sagt Volbert.

Anfangs wurde das Programm von der Agentur für Arbeit finanziert, jetzt sind es die Eltern gemeinsam mit den Sponsoren Osthushenrich-Stiftung, der Stiftung der Kreissparkasse Wiedenbrück und dem Unternehmen Ari-Armaturen. 1300 Schüler haben das Programm durchlaufen.

Alle halbe Jahre ein Modul

Für die 130 Schüler des Jahrgangs EF geht es jetzt weiter. Alle halbe Jahre gibt es bis zum Abitur neue Impulse für die Schüler. In der Q1 steht der Besuch der Universität Bielefeld auf dem Programm, die Agentur für Arbeit kommt zur Beratung in die Schule, im Februar besuchen die Schüler freiwillig die Berufemesse in Rietberg. „In Laufe der Oberstufe verdichtet sich die Beratung von allgemeinen Themen bis hin zur speziellen Berufswahl.“

„Abitur und wie weiter?“ wird nicht von Lehrern der Schule geleitet, sondern von Trainern des Bielefelder Büros Dimension 21. „Wir wollen die Schüler in ihrer eigenen Motivation unterstützen. Sie merken, was sie schon wissen und in welchen Bereichen sie noch aktiv werden müssen“, sagt die Projektleiterin von Dimension 21, Sabine Nathaus-Hünnemann. Es gehe darum, den Prozess der Entscheidungsfindung zu stärken. „Die Schüler müssen sich Termine setzen.“

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