Liemker und Stukenbrocker Jungschützen holen gegen eine Spende die ausrangierten Weihnachtsbäume ab
Zündstoff fürs Osterfeuer

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/um). Ausgediente Weihnachtsbäume müssen nicht entsorgt oder geschreddert werden. Vielmehr werden sie ein zweites Mal Freude bereiten. An Ostern sorgen sie als Brennstoff für ein loderndes Feuer, dass von Liemker und Stukenbrocker Jungschützen organisiert wird. Unter nahezu idealen Bedingungen sind die Abhol-Aktionen am Samstag im Stadtgebiet verlaufen.

Montag, 13.01.2020, 17:38 Uhr aktualisiert: 13.01.2020, 17:40 Uhr
Mit großen Fahrzeugen werden die Tannen von den Stukenbrocker Jungschützen St. Johannes verladen. Foto: Uschi Mickley
Tannenbaumaktion in Liemke: Nahezu 50 fleißige Jungschützen St. Michael holen rund 350 ausgediente Tannenbäume ab.

Tannenbaumaktion in Liemke: Nahezu 50 fleißige Jungschützen St. Michael holen rund 350 ausgediente Tannenbäume ab. Foto: Uschi Mickley

Einige Stunden Arbeit liegen bereits hinter den Jungschützen St. Michael Liemke, als sie sich mittags auf dem Hof Lüke stärken. Knapp 50 Helfer im Alter von 2 bis 25 Jahren waren in Liemke und im Tenge-Gebiet unterwegs, um die Bäume einzusammeln. Das Gehölz wird am Samstag, 11. April, beim Osterfeuer am Münsterweg in Flammen stehen. Etwa 350 Tannen wurden mit zehn Gespannen – Treckern samt Kipper – abgeholt. Die Fahrzeuge wurden von Liemker Landwirten zur Verfügung gestellt.

„Wir freuen uns sehr, dass wieder so viele Helfer gekommen sind“, sagt Jungschützenmeister Matthias Brehmer, der die Aktion mit Stellvertreter Dennis Gerhard geplant hat. „Die Helfer sind sehr freundlich empfangen worden. Die Leute waren froh, ihre Tannenbäume loszuwerden und haben gern einen kleinen Obolus gegeben – im Schnitt fünf Euro pro Baum.“ Insgesamt sind die Organisatoren mit dem Arbeitseinsatz sehr zufrieden. Kurios: Die Sammler staunten nicht schlecht, dass einige komplett in Netze eingehüllte Tannen abgelegt wurden. Die stammen wohl aus einem Baumverkauf. Die Spende kommt der Jugendarbeit der Liemker Jungschützen zugute. Eine Fahrt ins Sauerland wird damit unterstützt.

Hochmotiviert waren die Stukenbrocker Jungschützen St. Johannes mit 40 Helfern ausgerückt, um die Christbäume abzuholen. Mit von der Partie waren Eltern und Altschützen im Alter von 9 bis 50 Jahren. Mit neun Fahrzeugen – großen und kleinen Treckern, Lastern, Schleppern und Sprintern wurde das Holz in Schloß Holte und Stukenbrock verladen. „Wir waren auch im Neubaugebiet Gerkens Hof unterwegs. Er ist erstaunlich, wie viele Bäume dort vor den Türen lagen“, sagt Ann-Kathrin Brück. Obwohl die Spendenbereitschaft insgesamt ein wenig nachgelassen habe, sagt die Schriftführerin: „Wir freuen uns über jeden Cent.“ Mit der Spende wird das Osterfeuer finanziert, dessen Ertrag wiederum den Jungschützen zugute kommt. Das Geld soll für Neuanschaffungen wie Jacken und T-Shirts verwendet werden. Am Sonntag, 12. April, werden die Bäume beim Osterfeuer Am Pferdekamp lodern. Mit wachsender Begeisterung ist der neunjährige Jannik Auster bereits dritten Mal mit dabei. Stolz sitzt er auf dem Trecker neben seinem Vater Detlev. Er klingelt an jeder Haustür, um sich von den Bewohnern ein paar Euro für das Weihnachts-Überbleibsel abzuholen. „Die meisten Leute waren sehr nett. Sie haben sich gefreut, dass wir die Bäume abgeholt haben“, erzählt der junge Sammler.

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