Straßenmeisterei Wiedenbrück pflegt das Grün
Sträucher werden zurückgeschnitten

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). In den vergangenen Jahren war es immer wieder zu Nachfragen und teils heftigen Beschwerden von Anliegern, Verkehrsteilnehmern, Städten und Gemeinden bezüglich der Gehölzpflege entlang von Bundes- und Landesstraßen gekommen.

Montag, 02.12.2019, 10:00 Uhr
Wie hier in Steinhagen wird die Straßenmeisterei Wiedenbrück auch in Schloß Holte-Stukenbrock Gehölze und Sträucher zurückschneiden. Foto: Volker Hagemann

Die Straßenmeisterei Wiedenbrück wird in Schloß Holte-Stukenbrock nicht landschaftsprägende Gehölzpflegemaßnahmen an der parallel zur Bielefelder Straße verlaufenden Straßenböschung (Richtung Eschenweg) durchführen. Es werden zum Schutz der vorhandenen Immobilien und der Bewohnern einzelne bruchgefährdete, trockene oder kranke Bäume aus dem Bestand entnommen. Das vorhandene Unterholz wird als Sichtschutz belassen. Die Anlieger werden vorab mittels Infoschreiben informiert.

Wie Straßen NRW mitteilt, erfüllen Anpflanzungen entlang der Bundes- und Landesstraßen wichtige Funktionen. Sie sind Sicht-, Blend- und Windschutz, sichern Böschungen und binden eine Straße in die Landschaft ein.

Bepflanzung verjüngt

Mit der Zeit wachse das straßenbegleitende Grün. Es könne zur Beeinträchtigung oder sogar zur Gefahr werden. „Ein regelmäßiger Rückschnitt der Gehölze beugt dieser Entwicklung vor. So findet eine fortlaufende Verjüngung statt, und die unerwünschten Auswirkungen im Straßenraum werden verringert“, so ein Sprecher von Straßen NRW.

Der Landesbetrieb Straßen NRW pflegt die straßenbegleitenden Gehölze nach verschiedenen Methoden, abhängig von der Breite des Bestandes: Schmale Gehölzstreifen von bis zu vier Reihen werden „geläutert“. Dabei werden Gehölze aus dem zu eng gewordenen Bestand entnommen.

Ältere Pflanzungen weisen einen hohen Baumartenanteil und in der Regel den damit verbundenen „Stangenwald” auf. Diese Bestände werden flächig „auf den Stock gesetzt”. Das heißt, dass Gehölze auf 10 bis 20 Zentimeter über dem Boden zurückgeschnitten werden. Die Pflegeabschnitte betragen 50 bis 100 Meter. Der Bestand wird abschnittsweise versetzt zurückgeschnitten. Die unbehandelten Abschnitte werden erst dann bearbeitet, wenn die geschnittenen Bereiche wieder deutlich nachgewachsen sind. Auf den behandelten Teilabschnitten verbleiben einige standsichere und erhaltenswerte Einzelbäume (so genannte „Überhälter”) oder Sträucher.

Im Frühjahr treiben Sträucher wieder aus

Die geschnittenen Bestände sind nicht zerstört, denn die Gehölze treiben unmittelbar mit Beginn der Vegetationsperiode wieder aus. Es werden dabei in der Regel mehrere Triebe gebildet, so dass sich wieder strauchartige Gehölzformen entwickeln. In Verbindung mit den „Überhältern” wächst der Bestand zu einer abwechslungsreichen Gehölzkulisse heran. Der strauchartige Austrieb verhindert eine erneute Stangenholzbildung und reduziert die Notwendigkeit zukünftiger Pflegemaßnahmen. Das abschnittweise, versetzte Vorgehen bietet den „Bewohnern“ des Straßenbegleitgrüns (Kleintieren und Insekten) Rückzugsmöglichkeiten.

Das vom Landesbetrieb Straßenbau NRW praktizierte Gehölzpflegekonzept ist das Ergebnis einer intensiven Abstimmung mit beteiligten Fachministerien und -behörden. Für die Gehölzpflegearbeiten gelten die Vorschriften des Landschaftsgesetzes Nordrhein-Westfalen.

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