Haupt- und Ehrenamtliche arbeiten an einem Konzept für den Pastoralen Raum »Wozu bist du da, Kirche?«

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). »Wozu bist du da, Kirche am Ölbach?« – mit dieser Frage beschäftigten sich rund 100 interessierte Gemeindemitglieder im pastoralen Raum am Ölbach vergangenen Freitagabend.

Von Laureen Fockel
Meinolf Sack (Gemeindereferent und Leitung der Steuerungsgruppe), Ursula Altehenger (Beratungsdienste Erzbistum Paderborn, kirchliche. Organisations-Entwicklung), Matthias Stumpe (Dekanatsreferent), Pastor Karl-Josef Auris, Annette Kienast (Supervisorin), Pastor Joachim Cruse, Pastor Johannes Epkenhans, Mechthild Bömelburg (Gemeindereferentin St. Ursula) und Liliane Baumann (Gemeindereferentin) (von links) gehören der Steuerungsgruppe des Pastoralen Raums an.
Meinolf Sack (Gemeindereferent und Leitung der Steuerungsgruppe), Ursula Altehenger (Beratungsdienste Erzbistum Paderborn, kirchliche. Organisations-Entwicklung), Matthias Stumpe (Dekanatsreferent), Pastor Karl-Josef Auris, Annette Kienast (Supervisorin), Pastor Joachim Cruse, Pastor Johannes Epkenhans, Mechthild Bömelburg (Gemeindereferentin St. Ursula) und Liliane Baumann (Gemeindereferentin) (von links) gehören der Steuerungsgruppe des Pastoralen Raums an. Foto: Laureen Fockel

Der Abend soll als erste Meilensteinveranstaltung auf dem Weg zur Pastoralkonzeption dienen. Damit das Konzept nicht an den Wünschen und Anforderungen der Menschen vorbei geht, sollen diese beteiligt sein. So hat sich die Steuerungsgruppe gebildet, der 16 Personen aus den acht Gemeinden des Pastoralraums angehören. Diese befragten in verschiedenen Umfeldern Menschen, fassten die Ergebnisse zusammen und nahmen gemeinsam mit den interessierten Teilnehmern der Veranstaltung Stellung dazu.

»Was erwartest du von der Kirche?« und »Wie wichtig ist dir Glaube?« waren einige Fragen der Ehrenamtlichen, die sie den Befragten stellten. Daraus soll die Erkenntnis gewonnen werden, was sich Menschen von der katholischen Kirche wünschen.

Sehen – Urteilen – Handeln

Annette Kienast, Supervisorin für Beratungsdienste des Erzbistums Paderborn, erklärt: »Wir befinden uns momentan in Phase 1: Der Analyse.« Der pastorale Raum solle in den Blick genommen werden, um eine zukunftsfähige Pastoral aufzustellen. Dies geschehe in einem Prozess, der aus drei Teilen besteht: Sehen, Urteilen, Handeln. Zu Phase 1 – dem Sehen – gehören die Fragestellungen: »Was gibt es vor Ort? Welche Menschen und Angebote gibt es?«. Die Fragen sollen mittels der Umfragen beantwortet werden, die Ergebnisse kleben am Freitagabend auf großen Tafeln in Form von Fotos, Statistiken, Texten.

Die Ehrenamtlichen stellen zuerst ihre Ergebnisse in einer kurzen Zusammenfassung vor, danach hat jeder der Teilnehmer kurz Zeit, jede der Tafeln von nahem zu betrachten und sich mit anderen auszutauschen.

Tischgespräche

An mehreren Tischen nehmen die Gemeindemitglieder Platz, ein Glockenbimmeln erklingt, und der rege Austausch beginnt. Auf jedem Tisch steht eine Karte mit der Aufschrift: »Was ist Ihre Erkenntnis und Ihre Antwort auf die Frage: Wozu bist du da, Kirche am Ölbach?« Insgesamt acht Mal ertönt die Glocke diesen Abend. In insgesamt vier Runden á zehn Minuten wechseln die Gesprächspartner. Bekannte und neue Gesichter sitzen an den Tischen: Die Papiertischdecken dienen zum Notieren diverser Erkenntnisse. An jedem Tisch sitzt ein »Gastgeber« – einer der Ehrenamtlichen, die die Umfragen geführt haben.

Nach dem Ende der vierten Gesprächsrunde werden die Ergebnisse zusammengetragen: pro Tisch werden die drei wichtigsten Erkenntnisse und Antworten gesammelt. »Gemeinsam leben und Gemeinschaft fördern«, »Kirche ist da zum Wohle der Menschen«, »Den Menschen für den Glauben zu begeistern«, »Glaube und Wissen zu vertiefen«, sind einige der Antworten. Ganz klar kristallisiert sich aber auch heraus: »Ich muss was tun, wir müssen was tun«, es geht nicht um die anderen, sondern es muss bei der eigenen Person beginnen.

Katholisch nur sonntags?

Eine Tischgruppe nennt die Antwort: »Katholisch bin ich nicht nur am Sonntag« – sie wollen den Glauben im Alltag mit sich tragen und verbreiten. Ursula Altehenger, Zuständige für Organisations-Entwicklung der Beratungsdienste des Erzbistums Paderborns, freut sich über die positive Resonanz: »Sie sind Kirche und Sie werden die Dinge verändern.« Sie freue sich, dass die Teilnehmenden erkennen, dass Veränderung bei ihnen selbst beginnt. Außerdem beteuert sie, dass die Ideen viel zur Erstellung der neuen Pastoralkonzeption beitragen werden. Die Steuerungsgruppe wird in den nächsten Sitzungen auf die Ideen eingehen.

Meinolf Sack, Leiter der Steuerungsgruppe, betont, dass jede der Sitzungen öffentlich und jeder eingeladen sei. Die Termine werden per Pfarrnachricht und Webseite bekannt gegeben.

Die nächsten Schritte

Als nächstes werde die Steuerungsgruppe Arbeitsfelder eröffnen um die Planung der neuen Pastoral voranzubringen. Dabei kann und soll sich jeder Interessierte beteiligen, sich austauschen und teilnehmen. Dazu bittet Sack die Teilnehmenden darum, bei Interesse, E-Mail oder Telefonnummer dazulassen.

»Gehen Sie es mutig an. Geben Sie diesem Prozess eine Chance indem sie Ihre Ideen einspeisen«, gibt Meinolf Sack den Teilnehmenden zum Ende des Abends mit.

Prozessbegleitung

Ursula Alteheger, Annette Kienast und Matthias Stumpe, Dekanatsreferent Rietberg-Wiedenbrück, beteiligen sich als Prozessbegleitung zur Erstellung eines Konzeptes des Pastoralraums. Dabei übernimmt Stumpe die Moderation des Abends, Altehenger und Kienast bereiten den Prozess, begleiten Ehren- sowie Hauptamtliche in unterschiedlichen Formaten und organisieren die Meilensteinveranstaltung. Alle drei begleiten die Steuerungsgruppe. »Wir sind im Grunde dafür da, dass dieser pastorale Raum seinen Weg in die Zukunft findet«, beschreibt Altehenger ihre Aufgabe. Während des gesamten Prozesses werden die drei die Steuerungsgruppe unterstützen.

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