Jubiläumskonzert des St.-Johannes-Blasorchesters: Bläser und Solisten brillieren Paukenschläge im Konfetti-Regen

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Eine neue Marschrichtung hat das St.-Johannes-Blasorchesters zum 25-jährigen Bestehen eingeschlagen: Frische, neue, explosive Töne, gepaart mit altbekannten volkstümlichen Melodien.

Von Uschi Mickley
Im Konfetti-Regen: Zum 25-jährigen Jubiläum zündet Dirigent »Jack« Watorowski eine Stimmungskanone nach der anderen. Eine ausgeklügelte Inszenierung macht Musikern und Zuhörern großen Spaß.
Im Konfetti-Regen: Zum 25-jährigen Jubiläum zündet Dirigent »Jack« Watorowski eine Stimmungskanone nach der anderen. Eine ausgeklügelte Inszenierung macht Musikern und Zuhörern großen Spaß. Foto: Uschi Mickley

Mehrere Instrumentalsolisten brillierten mit anspruchsvollen Arrangements. Kontrastreich und vor allem ausgelassen hat sich das Ensemble rund 350 Zuhörern zum Jubiläum in der Aula am Gymnasium präsentiert.

Erwartungsvoller Beifall brandet auf, als die Orchestermitglieder die Bühne betreten. Nach Grußworten von der Vorsitzenden Katrin Krusenotto und von Bürgermeister Hubert Erichlandwehr wird der Abend mit dem schwungvollen Marsch »Kaiserin Sissi« eröffnet. Dabei ist dem Dirigenten »Jack« Watorowski die Freude deutlich anzusehen, wie beeindruckend die Musiker an den strahlenden Instrumenten miteinander harmonieren.

Alles gerät aus dem Ruder

Doch das ändert sich schlagartig. Vor der Pause gerät mit dem Marsch Konfetti alles unerwartet aus dem Ruder. Dahinter verbirgt sich eine humoristische Meisterleistung. Da machen die Bläser auf einmal was sie wollen, lassen ein Becken krachend zu Boden fallen, trinken Wein und zünden Konfetti-Kanonen. Den Vogel allerdings schießt Schlagzeuger Vinzenz Jürgens ab. Als »Jäger aus Kurpfalz« legt er mit Gewehr auf den Dirigenten an, um ihn zu »erlegen«. »Jack« gerät völlig aus dem Häuschen und bricht seinen Taktstock wutentbrannt in Stücke. Dann steht er plötzlich mit Trichter und Schlauch vor den Musikern, um ihnen den Marsch zu blasen.

Ein großer Spaß für das Publikum und unübersehbar auch für die Musiker. Dass die Trompeter Simon Knoche und Gernod Bahr den Schalk ebenfalls faustdick im Nacken haben zeigt sich, als sie sich unter die Zuschauer mischen und mit Sombreros das flotte Arrangement »Gaucho« zum Besten geben. Dass das Stück auch als »Gymnastik für Trompete« bezeichnet wird, erfährt das Publikum von Verena Pauleikhoff und Fabian Grauthoff.

Humorvoller Rückblick auf eine bewegende Vereinsgeschichte

Zum frischen Eindruck tragen auch die beiden Moderatoren bei, die mit fachkundigen Informationen durch den Abend führen. Großartig auch das Klarinetten-Solo von Sandra Strughold mit »Strangers In The Night« ebenso wie »Gabrielas Song«, bei dem Tobias Hunkenschröder und Mark Burkardt auf der Trompete solistisch brillieren. Ein glanzvolles Schlusslicht setzt Florian Erichsmeier mit dem überwältigenden Rock Medley »Hey Tonight« auf der E-Gitarre. Das Publikum bedankt sich am Ende mit Jubel und stehendem Applaus. Lautstark wird eine Zugabe gefordert, die das Orchester mit »Stranger On The Shore« gewährt.

Zu Beginn des Konzertes erinnerte Katrin Krusenotto mit einem humorvollen Rückblick an eine bewegende Vereinsgeschichte. Sie dankte allen Musikern, Weggefährten und Unterstützern für den Rückhalt. In ihrer mit rauschendem Beifall bedachten Laudatio vergaß sie nicht, die Aufbauarbeit der Gründungsmitglieder Heinrich Sander, Franz Bonensteffen und Manfred Dirks zu würdigen.

Kommentare

Diese Diskussion ist geschlossen. Kommentieren ist nicht mehr möglich.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7042853?categorypath=%2F2%2F2158585%2F2158590%2F2198384%2F2198389%2F2516080%2F