Sechs Lehrkräfte des Gymnasiums bilden sich dank Erasmus+ in den Ferien weiter
Lernen von Kollegen in Europa

Schloß Holte-Stukenbrock (WB/ale). Sechs Lehrkräfte des Gymnasiums haben in den vergangenen zwei Jahren einen Teil ihrer Ferien in Fortbildungen und Sprachkurse investiert. Ziel des Einsatzes: Unterrichtsqualität verbessern und Mehrsprachigkeit fördern.

Montag, 02.09.2019, 10:45 Uhr aktualisiert: 02.09.2019, 11:00 Uhr
Projektleiterin Christina Gellert hat Nida Bal, Christian Schwarz, Kristina Angelis-Harmeling, Katja Ezel und Alexa Schulte (von links) bis zu zehn Tage an europäischen Schulen verbracht. Schulleiter Michael Kößmeier (hinten) freut sich über eine weitere Auszeichnung an der Wand. Foto: Alexandra Wittke

Vor allem für die Arbeit in der Sprachförderklasse sei das von der EU geförderte Projekt Erasmus+ ein Gewinn, sagte Projektleiterin Christina Gellert. Bis zu 15 Schüler, mit und ohne Fluchthintergrund, arbeiten seit 2015 in dieser Klasse zusammen. Das Zusammenwirken der verschiedenen Kulturen, vor allem aber die unterschiedlichen Sprachniveaus machten das Lernen zur Herausforderung, so Gellert. »Wir müssen da viel offener werden. Die pädagogischen Ansätze sind andernorts anders, das Lernen auch.«

Durch den Kontakt zu den internationalen Kollegen erlebten die Schloß Holter Pädagogen auch die Städte anders. Eine Erfahrung, die Gellert und ihr Team vor allem für Kursfahrten nutzen wollen. Statt des Schulbuchs gibt es authentisches Material zum Anfassen. Nida Bal etwa hat beim Aufenthalt in London Stadt- und Fahrpläne sowie Tageszeitungen mitgebracht.

Fazit fällt positiv aus

Das auf zwei Jahre angelegte Projekt Erasmus+ mit dem Titel »Fortsetzung und Erweiterung der Mobilisierung des Personals zur Förderung der Internationalisierung im Schulalltag, in internationalen Klassen und für europäische Schüleraustauschprogramme« ist bereits das zweite EU-weite Programm, an dem das Gymnasium teilgenommen hat. Von Juli 2017 bis zum Juni dieses Jahr haben sich sechs Lehrkräfte, vier davon didaktisch und zwei weitere mittels Sprachkursen, weitergebildet. In Kursen mit einer Dauer von bis zu zehn Tagen wurden nicht nur Lerninhalte vermittelt. Im Mittelpunkt der Fortbildung stand vor allem auch der Austausch untereinander.

Das Fazit aller Beteiligten fiel zum Ende des Förderprogramms durchweg positiv aus. Zwar habe Projektleiterin Christina Gellert vorher, »heftig die Trommel rühren müssen«, schließlich fanden die Fortbildungen in den Ferien statt. Der persönliche Gewinn der Teilnehmer, vor allem der Mehrwert für die Unterrichtstätigkeit, habe aber alle überzeugt. Aus den Fördertöpfen wurden Zuschüsse für Aufenthalts- und Fahrtkosten gezahlt sowie die Kursgebühren.

Für eine Neuauflage des EU-Programms wünschen sich die Lehrkräfte allerdings eine Ausweitung auch auf Schülerprojekte.

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