Hermann Lükewille sorgt sich um Ruf seines Reiterhofs
Fotos im Netz zeigen magere Pferde

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Fotos von zwei mageren Pferden, die auf dem Reiterhof Lükewille unerlaubterweise gemacht worden sind, lassen den Eigentümer des Hofes um seinen Ruf fürchten.

Sonntag, 01.09.2019, 06:45 Uhr aktualisiert: 01.09.2019, 06:50 Uhr
Jessica Spaniol, Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Sende (links), Laurena Rüdiger mit ihrem Pferd Lanajo und Hermann Lükewille, Inhaber des Reiterhofs am Stadtweg, betonen, dass es den Pferden auf dem Hof gut geht. Foto: Bernd Steinbacher

»Bei uns werden die Tiere gut versorgt, wir haben auch genug Wiesenflächen«, sagt Hermann Lükewille, der den Reiterhof seit 26 Jahren betreibt und rund 30 Pensionspferde in seinen Boxen stehen hat.

»Wir sind sehr zufrieden hier«, sagt Jessica Spaniol, Vorsitzende des Reit- und Fahrvereins Sende. Während des Turniers hat mich eine Frau angesprochen, und wegen der beiden Pferde gefragt. »Sie hat unsere ›Rentner‹ gesehen. Ihr habe ich erklärt, dass beide Tiere fast 30 Jahre alt sind, dass sie hier gepflegt und nicht mehr geritten werden.«

Veterinäramt hatte keine Einwände

Im Netz, bei Facebook, sind Fotos der beiden Tiere aufgetaucht, die mehrfach verschickt wurden«, sagt Laurena Rüdiger, die dem Vorstand des Vereins angehört, selbst erfolgreich reitet und ihr Pferd ebenfalls bei Hermann Lükewille im Stall stehen hat. »Die Pferde werden hier gut behandelt und bekommen gutes und genügend Futter«, sind sich die beiden Reiterinnen einig. Sie verstünden nicht, weshalb solche Bilder verbreitet würden.

Zwei Vertreter des Veterinäramtes Gütersloh seien kurz auf dem Hof gewesen, berichtet Lükewille. Nach seiner Auskunft, dass es sehr alte Pferde seien, wären sie sehr schnell wieder weggewesen.

Tierarzt Dr. Heiner Vorbohle kümmert sich seit mehr als 20 Jahren um Pferde, die auf dem Reiterhof von Hermann Lükewille stehen. Auf Nachfrage sagte er, dass »die Verantwortlichen dort auf die Pferde achten und sie vernünftig füttern.« Der Schimmel habe gefressen und keine Schmerzen gehabt. »Ältere Tiere nehmen ab. Das ist einfach so«, sagte Vorbohle. Sei das ein Maßstab, dann müsste jede dritte Milchkuh eingeschläfert werden.

Alte Tiere werden aber immer schwächer, so dass dann der Eigentümer die Entscheidung fällen kann, sie einschläfern zu lassen, so der Tierarzt.

In beiden Fällen ist das mittlerweile der Fall gewesen, berichten Lükewille und die beiden Reiterinnen. Das eine Pferd habe Koliken bekommen. Deshalb sei die Entscheidung so gefallen.

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