Ortsgemeinschaft trifft Geschmack des Publikums
Abendmarkt mit Atmosphäre

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Der Beweis ist endgültig erbracht: Der Holter Kirchplatz, der lange im Dornröschenschlaf vor sich hindöste, ist ein Platz mit Atmosphäre, wenn Musik und Menschen ihn beleben.

Samstag, 03.08.2019, 03:00 Uhr
Die irische Folkmusik passte wunderbar zur Atmosphäre des Abendmarktes auf dem Holter Kirchplatz: »The Young Guinnessis« mit (von links) Sebastian Schumacher, David Brokherm und Lukas Berens ließ Urlaubsstimmung aufkommen. Foto: Monika Schönfeld

Abendmarkt auf dem Holter Kirchplatz

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  • Abendmarkt auf dem Holter Kirchplatz
Foto: Monika Schönfeld
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Seit 20 Jahren gibt es den Platz – und richtig Atmosphäre wollte nur zum Weihnachtsmarkt aufkommen oder bei Sommerhitze, wenn die Besucher in die Eisdiele strömen.

So ein Platz muss bespielt werden. Die Ortsgemeinschaft Schloß Holte hat es geschafft: Der dritte Abendmarkt hat am Freitagabend wieder Hunderte angelockt. »Es verteilt sich wohl ein bisschen«, meint der Vorsitzende der Ortsgemeinschaft bescheiden. Wolfgang Gerbig und sein Team stellen dieses Wochenende nämlich gleich zwei Großveranstaltungen auf die Beine – den Abendmarkt am Freitag und »Summertime is back« am Sonntag.

Wer nun denkt, einmal aufgebaut und bis Sonntagabend stehen gelassen, irrt. »Wir müssen alles wieder abbauen. Denn für Sonntag brauchen wir eine große Bühne.« Einige bange Blicke haben die Organisatoren schon in den Himmel gerichtet. Zwei kleine Regenschauer ließen schon das Schlimmste befürchten. Aber während einen Kilometer weiter das Wasser knöchelhoch auf der Straße stand, hatte der Holter Kirchplatz sein Mikroklima. »Vorsichtshalber haben wir Pavillons ausgeliehen«, sagt Gerbig. Allerdings nutzten die Besucher die am Spätnachmittag eher als Sonnenschutz.

Die Markthändler hatten sich ins Zeug gelegt und verwöhnten die Besucher. Anne Westermann servierte Potthucke. Rohe und Gekochte Kartoffeln mit Eier, Speck und Zwiebeln werden in einer Kastenform gebacken, in Scheiben geschnitten, in der Pfanne gebräunt und mit Apfelmus serviert. Regina Pohlmeyer und Christine Fischer machen aus Früchten und Gemüse gehaltvolle Smoothies. Barabara Jürgens und ihre Tochter Verena Kulage servieren HoSoBo, Holter Sommer-Bowle, und Pide-Schiffchen.

Und über allem schwebt der Charme irischer Folkmusik von Lukas Berens, David Brokherm und Sebastian Schumacher.

Ein Kommentar von Monika Schönfeld

Das ist ein Sommer, da ist richtig Leben in der Bude: Schloß Holte-Stukenbrock wurde wachgeküsst. Märchenhaftes Wetter trägt natürlich auch dazu bei, dass die Menschen voller guter Laune zusammenkommen und den Sommer genießen.

Von nix kommt nix, sagt der Volksmund. Eine attraktive Stadt, in der auch etwas los ist, wo man sich ungezwungen treffen kann und den Abend harmonisch verbringt, macht sich nicht von allein. Hinter der Wohlfühl-Atmosphäre steckt eine Menge Schweiß, Zeit und Geld. Das darf man nie vergessen, allzu schnell wird das Schöne als selbstverständlich angenommen. Die Truppe um Wolfgang Gerbig müht sich ehrenamtlich, also unbezahlt, um einen attraktiven Ort zu schaffen. So meldet der Abendmarkt: Alle Tische (14 Bierzeltgarnituren) besetzt, Gedränge an den Stehtischen, Gelächter und Gespräche allerorten.

Dass es am Sonntag gleich mit Summertime weitergeht, ist Zufall. Dann wird die Atmosphäre wohl eine ganz andere. Aber viele, die ich auf dem Abendmarkt gesprochen habe, wollen am Sonntag auch dabei sein. »AC/DC yeah«, freuen sich manche schon auf die Coverbands.

Open-Air-Konzerte machen Spaß und lassen den Alltag für einige Stunden vergessen. Wenn es irgendwie finanziell machbar ist, ist »Umsonst und Draußen« der Garant für ein volles Haus.

»Ohne Zuschüsse geht es nicht«, sagt der Vorsitzende der Ortsgemeinschaft, Wolfgang Gerbig. Das stimmt, denn Bands, Strom und geliehene Bühne, Tische und Pavillons müssen bezahlt werden. Summertime werde einige tausend Euro kosten. Da geht es nicht ohne Sponsoren. Und die Organisatoren brauchen so viele Schultern wie möglich, die aus einer großen eine tragbare Last machen.

Mehr als 1000 Gäste – das ist ein enormer Erfolg. So viel Leben möchte man viel häufiger auf dem Platz sehen.

 

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