Neue Serie: Ich engagiere mich – Lina Kirchner hilft im Jugendcafé
Länger da als die Leiterin

Schloß Holte-Stukenbrock (WB). Ehrenamtliches Engagement ist eine Stütze der Gesellschaft. Jeder Beitrag hilft, Angebote zu ermöglichen oder das Miteinander sinnvoller zu gestalten. Lina Kirchner ist eine von vielen in der Stadt, die sich gerne für andere Menschen engagieren.

Donnerstag, 25.07.2019, 14:32 Uhr
Katharina Krowarsch (links), Leiterin des Jugendcafés St. Ursula Schloß Holte, freut sich, dass Lina Kirchner als ehrenamtliche Mitarbeiterin in der Einrichtung hilft. Sie betreut Kinder und steht auch hinter der Theke. Foto: Bernd Steinbacher

»Es hat sich einfach so ergeben«, erzählt die 13-jährige Schülerin. Sie hilft regelmäßig im Jugendcafé St. Ursula Schloß Holte.

Während der Osterferien in diesem Jahr hat sie erstmals Kinder während der Ferienspiele betreut. Am Programm für diese Sommerferien hat sie mitgewirkt. So schreibt sie die Geschichte für die Nachtwanderung während der Dschungelübernachtung. Sie findet für 15 Kinder vom 26. zum 27. Juli statt. »Es gibt mehrere Etappen und ich gebe Hinweise, die für die Lösung wichtig sind«, sagt Lina. »Ich fühle mich im Jugendcafé wohl. Seitdem ich sechs Jahre alt war, bin ich immer dienstags da.«

Zusätzlich hat sie verschiedene Angebote an anderen Tagen und später die Ferienspiele genutzt. Eine Freundin hatte sie zum ersten Mal ins Pfarrer-Rüsing-Haus mitgenommen. Im Laufe der Jahre ist der Dienstagnachmittag mit dem Mädchentreff zu einer festen Größe geworden. Gedacht ist der Treff für Mädchen im Alter von sechs bis zwölf Jahren.

Als Lina zu alt für diese »tolle Gruppe« wurde, hatte sie schon Sorge, dass sie nicht mehr kommen darf. »Ich habe gesagt, dass sie natürlich weiter mitmachen darf, gerne aber als Helferin«, erzählt Katharina Krowarsch, Leiterin des Jugendcafés St. Ursula. Lina musste darüber nicht lange nachdenken, fragte ihre Eltern und stimmte zur Freude von »Kate«, wie die Leiterin von den Kindern genannt wird, zu. »Lina ist länger im Jugendcafé als ich«, sagt Katharina Krowarsch. Sie hat im April 2015 die Leitung der Einrichtung übernommen. Da war Lina schon längst »Stammgast«. Dass sie sich für die Mitarbeit entschieden hat, lag auch an den Kommentaren anderer Besucher des Jugendcafés. »Wir können dir vertrauen«, höre sie oft. Sie könne gut erklären und erzähle gerne, so die Gymnasiastin.

Deshalb möchte sie sich, so lange es die Verpflichtungen in der Schule zulassen, im Jugendcafé engagieren. Zum Dienstagstermin ist noch, wann immer es die Zeit erlaubt, der Donnerstagnachmittag gekommen. Lina macht bei der Programmvorbereitung mit, hilft Kindern, die Fragen haben und steht auch gerne hinter der Theke. Dort verkauft sie unter anderem Sandwiches, Getränke und Süßigkeiten. »Ich arbeite gerne mit Menschen zusammen und möchte später einmal im sozialen Bereich arbeiten, vielleicht auch als Ärztin.« Als Lieblingsfächer nennt sie Biologie und Sport, nach dem Abitur möchte sie studieren. Zuvor will sie aber erst einmal die verschiedenen Bausteine zur Kinder- und Jugendbetreuung absolvieren. Das geht ab einem Alter von 16 Jahren.

»Ohne ehrenamtliche Mitarbeiter und Honorarkräfte könnten wir unser Angebot nicht stemmen«, betont Katharina Krowarsch. »Um es ganz deutlich zu sagen: Ohne ehrenamtliche Betreuer gibt es keine Ferienspiele.« Deshalb freue sie sich, einen festen Helferkreis zu haben. Derzeit sind das neun Mitarbeiter, es dürften gerne mehr sein.

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